Nissin Soba Hot and Spicy

Süß und scharf vereint in einer kleinen Portion mit großem Geschmack.

So, liebe Freunde des gepflegten Nudelgenusses, heute landet etwas Brandaktuelles in den Ramenschüsseln! Nissin hat eine nagelneue Soba-Sorte auf den Markt gebracht, tatsächlich sind sie so neu, dass es noch so gut wie gar keine Informationen darüber im Netz zu finden gibt, noch nicht mal auf der Herstellerseite selbst. Wir spielen also für euch Vorkoster, und das sogar mit großem Vergnügen, denn sobald irgendwo „Neu“ oder „Hot and Spicy“ dransteht, sind wir sowas von am Start! Und hier trifft ja sogar beides zu! Spannend, spannend! Wie das bei uns so üblich ist, vergingen zwischen das Produkt irgendwo sehen, den anderen alarmieren, gemeinsam in Begeisterung ausbrechen und dann schnellstmöglich auf „Bestellen“ klicken ca. 10 Sekunden. 🤭

Wir waren uns sofort einig, dass die bestimmt nicht scharf sind, aber ausprobieren muss man es ja trotzdem mal. Wer weiß, was für ein Chili-Kleinod uns sonst entgehen würde… Mit den Wok Style-Soba-Nüdelchen von Nissin haben wir ganz gute Erfahrungen gemacht bisher. Keine absoluten Spitzenkandidaten, aber schon ganz lecker. Durch Schärfe haben sie allerdings allesamt nicht überzeugt. Mal schauen, ob sich das ändert, wenn „Hot and Spicy“ auf der Packung steht, auf Japanisch sogar „Extrem scharf“, und rings um den abgebildeten Wok aufregende Flammen lodern.

Dass Nissin der Erfinder von den legendären Cup Noodles ist, wisst ihr wahrscheinlich eh schon. Aber wusstet ihr auch, dass 2005 erstmals Instant-Ramen im All gegessen wurden, ebenfalls aus dem Hause Nissin? Jetzt wisst ihr’s. So, Bildungsauftrag erfüllt, dann wenden wir uns jetzt mal den scharfen Ramen des Tages zu! Sorgfältig nach traditionellen Rezepten zubereitet sind sie, um uns das authentische japanische Geschmackserlebnis nach Hause zu bringen. Ach so, hier, noch kurz: Falls sich außer mir noch jemand wundert, dass die Nudeln „Soba“ heißen, aber nicht wie richtige Soba-Nudeln aus Buchweizen, sondern aus normalem Weizenmehl bestehen: Das Soba ist hier nicht wörtlich zu nehmen, sondern nur als rhetorisches Stilmittel, das allgemein für Nudeln steht, sagt Wikipedia.

So, jetzt aber! Was ist denn eigentlich drin in der Packung? Zuerst mal: Keine tierischen Produkte, diese Ramen sind ganz und gar vegan. Eine Soße ist dabei mit Zucker als Hauptzutat, des Weiteren Sojasoße und ganze 1,1% Chilipulver. Klingt nicht besonders Hot and Spicy bis jetzt. Essig ist noch drin, Gewürze, Aromen. Und Lauch, Lauch auch. 100 Gramm vom zubereiteten Gericht haben 201 Kalorien, eine Packung ergibt 240 Gramm.

Zubereitung

Die Zubereitung erfolgt zur Abwechslung mal in einer Pfanne. 250 ml Wasser zum Kochen bringen, Nudeln hinzugeben (am besten vorher durchbrechen, damit sie nachher besser zu händeln sind und nicht wild überall rumflutschen), Inhalt vom Gemüsebeutel hinzugeben und 2-3 Minuten kochen, bis das Wasser fast verdampft ist. Dann die Soße dazu, umrühren und braten, bis die Flüssigkeit vollständig weg ist.

Das Gemüse ist eigentlich kaum der Rede wert: Ein Beutelchen mit kleinstmöglich geschreddertem getrocknetem Grünzeug. Als ich es ins kochende Wasser gebe, macht sich ein wohlig-lauchiger Geruch breit, aber ob man im fertigen Gericht etwas davon bemerken wird, bleibt fraglich. Oh, hoppla! Das von der Packung abgelutschte pure Probetröpfchen hat viel mehr Wumms, als ich erwartet hätte. Das britzelt nicht an der Zunge, da kann man fast schon von Brennen sprechen. Cool! Den Geruch beim Kochen kann ich nicht näher identifizieren, würzig und kräftig und scharf auf jeden Fall, Chili und ein anderer, nicht richtig greifbarer Duft. Dann wollen wir mal probieren.

Geschmack

Emma’s Meinung: Och, das ist aber gar nicht mal so schlecht. Eine gelungene Mischung aus sehr süß und ziemlich scharf. Und zwar wirklich deutlich schärfer als die vielen anderen pseudo-scharfen Lebensmittel, die einfach mal „Hot and Spicy“ irgendwo stehen haben, damit sie aufregender klingen. Die Vertreter hier haben wirklich richtig Schärfe im Gepäck, die im gesamten Mund spürbar ist, Gaumen, Lippen, Zunge, alles brennt. Auf gute Art, wir mögen sowas ja. Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das für den üblichen mitteleuropäischen Geschmack schon recht heftig ist. Nicht ganz so krass wie Buldak, aber auch keine Schärfewelten davon entfernt. Es ist jetzt nicht so, dass man es vor lauter Schmerz nicht essen könnte und sich am liebsten in Milch einlegen würde, aber man merkt es schon. Aber vielleicht bin ich auch heute ein kleines Mimöschen – gucken wir gleich mal, was Sam dazu sagt, im Allgemeinen ist er ja noch etwas robuster als ich. ^^ (Nachtrag: Anscheinend bin ich heute wirklich ein bisschen arg empfindlich. Schärfeempfinden ist ja immer sehr individuell, aber normalerweise sind wir uns recht einig, was sowas angeht. Wir haben uns dann statt den von mir anvisierten 4 Schärfepunkten auf 3 geeinigt. Aber mit ausdrücklicher Warnung an alle Normalmampfer da draußen. 😉)

Geschmacklich erinnert es mich an irgendwas, aber ich komme leider nicht drauf. Wirklich süß und ordentlich spicy, aber mit keinem speziellen Geschmack, der jetzt klar erkennbar im Vordergrund steht. Eventuell ein bisschen wie das Würzpulver von Los Pommos früher? Hm… Nee. Keine Ahnung. Aber lecker! Gut gewürzt, die Nudeln sind zwar sehr dünn, aber noch schön elastisch und nicht zu weich. Vom Lauch merkt man nix, dazu sind die Stückchen zu klein. Aber er leistet sicher seinen Beitrag zum Gesamtgeschmacksbild. Auf jeden Fall mal wieder eine Sorte mit einem gewissen Wiedererkennungswert, wenn auch nicht so einzigartig im Geschmack wie unsere Lieblingssorten. Allerdings muss man schon sagen: Sie sind recht eintönig. Da schmeckt jeder Bissen gleich, und eine besonders große Portion ist es jetzt auch nicht gerade. Schauen wir also gleich mal, was das Ramenbeilagenlager so hergibt, um dem ganzen mehr Substanz zu verleihen. Aber erst ist Sam dran:

Sam’s Meinung: Nachdem mich Soba bei der Schärfe nie richtig überzeugen konnte – ihre Chili-Sorte ist ein absoluter Witz –, legen sie mit Hot and Spicy immerhin mal ein bisschen Feuer in den Gaumen. Wenn man allerdings mit „super scharfer Soße“ wirbt, dann muss man auch gegen die Spicy-Liga antreten und da führt kein Weg an Samyang mit ihren 2x Spicy Ramen vorbei. Ich sag’s wie’s ist: Dagegen stinkt Nissin ziemlich ab. Die Soba Hot and Spicy sind zwar etwas schärfer als die meisten Konkurrenten, aber Samyang – und auch Nongshim mit ihren Super Spicy – trauen sich beim Schärfegrad einfach noch deutlich mehr. Emma ist heute tatsächlich eher weicheierig unterwegs. 🥚🤭

Lecker sind sie aber trotzdem, und wer bereits ein Fan der anderen Soba-Sorten wie Teriyaki, Classic oder Peking Duck ist und sich etwas mehr Prickeln auf der Zunge wünscht, wird mit den Hot and Spicy sicher zufrieden sein. Erst recht, wenn man sich den Preis anschaut: schlappe 99 Cent im Angebot, zu kaufen gibt es sie momentan nur als 9er-Pack bei Amazon, anderswo haben wie sie noch nicht gesehen. Den Geschmack kann man schwer beschreiben, neben dem „Hot“ sind sie noch würzig und süß. Die Kombination passt auf jeden Fall. Das Gemüsebeutelchen ist, wie immer bei Nissin’s Soba, eher ein Gewürzpulver aber besser als nichts. Die Nudeln könnten für meinen Geschmack ruhig etwas dicker sein und die Portion ein bisschen größer, aber wenn man das Ganze ordentlich pimpt, wird daraus ein richtig leckeres Gericht. Und da wären wir wieder bei Emma – Hohepriesterin der yummy Pimp-Tipps und Herrscherin über die Food-Fotowelten (dickes Kompliment für diese super Bilder). Ich gebe zurück …

Tipps zum Pimpen

Ab hier wird es tierisch, Warnung an die Veganer. 😊 Ich habe die leckeren marinierten TK-Hähnchenfiletstreifen (perfekte Beilage zu Ramen!) zusammen mit Zwiebeln angebraten, ein bisschen Mayo dazu, damit die eher trockenen Nudeln besser rutschen. Dazu noch die obligatorischen Lauchzwiebelchen, ein wenig schwarzen Sesam drübergestreut, und das war es im Wesentlichen auch schon. War eine gute, weil herzhafte, Ergänzung zu dem ziemlich süßen Gericht.


Fazit

Schärfe

Preis (UVP)

0,99 €

Wertung   (0 - 10)

7
Gut
Emotion freudig
Emma

Emma

Kaufe oder esse oder fotografiere alles, was sich nicht schnell genug retten kann - je nach Situation. Stellt mich einfach irgendwo am Meer ab und ich bin glücklich. 😊

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