Tummie Time Korean BBQ Noodles

Flaming Hot oder doch eher langweiliger Schrott?

Heiß, immer nur noch heiß und kein Ende. Heute schon wieder 36 Grad angekündigt. Und während draußen alles verdorrt und wir hier drinnen vor uns hin schmelzen, steht heute trotzdem wieder ein Ramentesttag auf dem Programm. Denn die Ramen können ja nix dafür, die wollen trotzdem gemampft werden und kriegen gar nichts mit von dem ganzen Elend. Konfuzius hat mal gesagt, man soll Hitze mit Hitze bekämpfen. Also gibt es bei uns heute was extra Scharfes, Flaming Hot sogar! Da können sich die 36 Grad warm anziehen!

Auf dem Prüfstand stehen heute die Tummie Time Flaming Hot Korean-Style BBQ Noodles vom Action. Da gab es letztens eine Aktion, wo sie viele Instantnudel-Bowls für 1,19 Euro im Angebot hatten, unter anderem diese hier. Mittlerweile liegt der Preis wieder bei 1,49 Euro, was aber immer noch recht günstig ist. Ihr könnt eh mal gucken gehen, wenn ihr ein Action in der Nähe habt. Die haben immer eine gute Auswahl an Ramen vorrätig, auch immer wieder mal wechselnde Sorten, unter anderem die sehr guten, sehr scharfen Noodlicious Ghost Pepper Flavour. Und geile Snacks findet man da auch. Die mega scharfen Roni knuspern wir mittlerweile fast täglich. ^^

Jetzt aber zu den Nudeln des Tages. Die Zutatenliste der sogenannten „Instantnudeln mit Grillaroma“ verspricht unter anderem Schalotten, Ingwer, Tomaten und Knoblauch, Chilipulver ist auch drin, diverse Geschmacksverstärker und immerhin 1% Gemüse in Form von gemahlenen Sojabohnen und Schalotten. Kalorientechnisch schlagen die Ramen mit 439 Kalorien pro 100 Gramm zu Buche, in der Bowl sind stattliche 105 Gramm. Wenigstens mal nicht so eine winzige Winzportion wie sonst so häufig. Mal gucken, ob sie auch schmecken oder ob wir uns wünschen werden, die Portion wäre kleiner… 🤭 Wer als Hersteller hinter dem Produkt steckt, ist nicht bekannt, und auch sonst konnte ich wenig Wissenswertes finden. Wurscht, wir sind ja nicht zum Klugscheißen hier, sondern zum Nudelessen. Dann mal los!

Zubereitung

Nudeln und getrocknetes Gemüse in die Bowl geben, mit kochendem Wasser bis zur Markierung auffüllen und 3 Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen lassen. Dann das Wasser komplett abgießen und die beiden Soßenpakete hinzugeben. Umrühren, fertig.

Das Gemüse sieht ansprechend aus, viele grüne Schalottenstückchen und ein paar ganz wenige Mini-Sojabällchen, die so tun sollen, als wären sie Fleisch. 4 Stück sind es, habe extra noch mal nachgezählt. Kann man sich dann eigentlich auch sparen, ich glaube nicht, dass sie sehr viel zum Gesamtgeschmack beitragen. 🤷‍♀️ Es riecht auf jeden Fall sehr angenehm, wenn das Wasser hinzugefügt wird. Sehr schön würzig und zwiebelig.

Im Gegensatz zu einigen anderen Cups oder Bowls hat diese hier keine praktischen Löcher im Deckel, durch die man das Wasser ausgießen könnte. Ich nehme mal lieber ein Sieb zur Hilfe, bevor ich mir aus Versehen das ganze heiße Zeug über die Finger schütte. Zwei Päckchen mit flüssiger Suppe sind am Start. Das eine riecht süßlich und schmeckt wie die Soße vom McRib, nur mit viel mehr Zwiebeln. Lecker! Der andere Beutel schmeckt auch gut, könnte jetzt aber nicht genau sagen, wonach. Scharf sind jedenfalls beide nicht. Hab noch mal geschaut, ob ich ein Päckchen mit Schärfe übersehen habe – nope. Keine Schärfe vorhanden.

Geschmack

Emma’s Meinung: Laaangweilig! Wo ist denn die hotte Flamigkeit hin? Da ist kein Funken Schärfe, wirklich gar keiner. Es schmeckt gar nicht so verkehrt, aber wenn man „Flaming Hot“ erwartet und dann Nudeln mit einer Art süßer Barbecuesoße bekommt, ist man doch ein bisschen enttäuscht. Es ist eigentlich nicht schlecht gewürzt, schmeckt rauchig und angenehm nach Zwiebeln. Aber trotzdem: Scharf ist es nicht die Bohne. Schade.

Die Nudeln sind recht dünn und mir fast ein bisschen zu bissfest, da fehlt mir die berühmte Flutschigkeit. Die Soße könnte gerne ein bisschen mehr sein, stellenweise ist es doch etwas laff, wenn man Nudeln erwischt, die nur wenig Würzung abbekommen haben. Das Gemüse und die Sojaklümpchen sind auch viel zu wenig. Da habe ich spaßeshalber mal eins rausgefischt und solo gegessen, das war ganz lustig. Ist auf nette Art geplatzt beim Draufbeißen. Aber ehrlich, nur 4 Stück davon?! Die sind noch nicht mal einen Zentimeter groß! Und ich komme nicht drüber hinweg, wie wenig scharf das ist! Da brennt nichts, da britzelt nichts, da kribbelt noch nicht mal was. Ein ganz und gar unscharfes Gericht – Schärfefans, lasst euch nicht vom Etikett täuschen!

Sam’s Meinung: Ich finde Bowls, bei denen man das Wasser abgießen muss, unnötig umständlich. Deshalb habe ich Wasser im Topf erhitzt, Nudeln und Gemüse hineingegeben, drei Minuten köcheln lassen und das Ganze anschließend mit einem gelochten Topfdeckel bequem abgegossen. In einem Topf lassen sich auch die Soßen leichter mit den Nudeln verrühren, ohne zu kleckern. Kleckern kann ich nämlich gut. Sehr gut. Das Gemüsebeutelchen ist eher ein kleines Gewürztütchen. Viel findet man darin nicht, und zum Geschmack trägt es auch nicht wirklich bei. Die Nudeln dürften auch etwas dicker sein, dafür waren sie bei mir, wahrscheinlich durch das durchgängige Kochen, etwas flutschiger als bei Emma.

Insgesamt munden die Tummie Time Korean BBQ Noodles ganz okay. Die Soße ist auf jeden Fall schmackhaft und passt prima zu den Nudeln, aber wo ist bitte das versprochene „Flaming Hot“?! Milder geht es kaum! Wenn ich schon draufschreibe, dass hier Feuer drin ist, dann sollte es auch so sein. Hilft ja nichts, wenn der Rest dafür schmeckt. Wir kaufen Ramen schließlich meistens für den gewissen Spicy-Kick und da hat diese Sorte echt versagt. Schade, denn oft sind Lebensmittel von Action tatsächlich deutlich schärfer als vieles, was man in deutschen Supermarktregalen findet. Die Vorfreude war groß aber das Ergebnis deutlich zu mild. Dann lieber das groß angekündigte „Flaming Hot“ auf der Verpackung gleich weglassen, statt falsche Hoffnungen zu schüren. Dafür hätten wir sogar ein Pünktchen extra springen lassen. Immerhin könnte man den Becher später noch zum Aufbewahren von alten, oxidierten Schrauben benutzen. Nachhaltigkeit, aber auf die Schweinchen-Art. 🤭

Tipps zum Pimpen

Gepimpt habe ich heute mal mit allem. Das heißt: Marinierte Hühnerstreifen mit Zwiebeln und Knoblauch gebraten, Lauchzwiebeln auch. Dann noch eine Scheibe Schmelzkäse und ein lustiges mariniertes Ei. Die gibt es abgepackt im Asialaden zu kaufen, habe ich heute zum 1. Mal probiert. Spannend, aber ob ich die noch mal hole, weiß ich noch nicht. ^^ Das Ganze wurde garniert mit scharfer Chilisoße, Sesam und Chiliflocken. So war es dann wenigstens doch noch ein kleines bisschen spicy.


Fazit

Schärfe

Preis (UVP)

1,49 €

Wertung   (0 - 10)

4
Geht so
Emotion neutral
Emma

Emma

Kaufe oder esse oder fotografiere alles, was sich nicht schnell genug retten kann - je nach Situation. Stellt mich einfach irgendwo am Meer ab und ich bin glücklich. 😊

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