SF3100 Retro Handheld

Das Upgrade des SF3000 kommt mit neuem Gehäuse und einem HDMI-Ausgang.

Die SF-Reihe wächst weiter. Auf den erfolgreichen SF2000 folgten SF3000 und SF3500 und jetzt schiebt der Hersteller mit dem SF3100 das nächste Modell hinterher. Leistungstechnisch hat sich wenig getan, der neueste Handheld orientiert sich stark am SF3000, bekommt jedoch ein deutlich bequemeres Gehäuse und einen HDMI-Ausgang spendiert. Preislich spielt der SF3100 wieder in derselben Liga wie seine Vorgänger. Welcher der drei Retro-Handhelds der 3er-Serie (der SF2000 ist schon länger nicht mehr verfügbar) das beste Gesamtpaket bietet und was sich sonst noch alles getan hat, nehmen wir jetzt unter die Lupe.

Hardware

Den SF3100 gibt es bei AliExpress derzeit für rund 35 Euro. Bei den Farben stehen Weiß, Schwarz und Rot zur Auswahl. Ich habe mich für Rot entschieden, weil es einfach mal etwas anderes ist und ich schon jede Menge weiße und schwarze Handhelds im Regal stehen habe. Die Lieferzeit war mit 8 Tagen etwas länger als sonst, das lag jedoch nicht an AliExpress, sondern an DHL. Wie immer wurde der Karton der Spielekonsole in jede Menge Luftpolsterfolie gewickelt, damit alles sicher ankommt. In der Box befanden sich neben dem Handheld eine kurze Anleitung, ein USB‑C-Ladekabel und ein Adapter von USB-C auf USB-A. Praktisch, wenn man einen Controller mit der Konsole verbinden möchte.

Die Akkuleistung liegt, wie bei seinen Vorgängern, bei 3000 mAh und liefert auch diesmal wieder rund 5-7 Stunden Spielzeit. Auch nicht neu, aber ein nettes Gimmick: Der SF3100 lässt sich als Powerbank nutzen und kann andere Geräte mit Strom versorgen.

Das verbaute 4,5-Zoll-IPS-Display ist mit dem des SF3000 identisch (der SF3500 setzt hingegen auf ein größeres 5-Zoll-Panel). Es löst mit 854 x 480 Pixeln auf, bietet eine gute Blickwinkelstabilität und lässt sich ordentlich hell aufdrehen. Alle Retro-Spiele wirken darauf angenehm scharf. Der Sound kommt von hinten und ist für den Preis okay. Ich mag’s trotzdem lieber, wenn Handhelds den Klang nach vorne ausgeben. Wie gehabt befindet sich auf der Oberseite eine 3,5 mm Klinkenbuchse für Kopfhörer oder externe Lautsprecher. Neu hinzugekommen ist ein Mini-HDMI-Ausgang, über den sich die Konsole problemlos mit einem Fernseher verbinden lässt.

Das D-Pad ist diesmal ein richtiges Steuerkreuz und keine Buttons, was es für mich deutlich angenehmer macht, damit zu zocken. Die Eingaben sind präzise und gehen locker von der Hand. Auch die beiden Thumbsticks liefern, wie bei den Vorgängern, eine solide Leistung, ohne jedoch preisverdächtig zu sein. Das bekommt die Konkurrenz inzwischen oft einen Tick besser hin. Die X-, Y-, A- und B-Buttons befinden sich wieder unterhalb des rechten Thumbsticks, und die Schultertasten sind gut erreichbar auf der Oberseite positioniert und fühlen sich deutlich besser an als beim SF3000. Hier hat man sich am SF3500 orientiert. Eine gute Entscheidung.

Wer möchte, kann den SF3100 wieder bequem mit dem ausklappbaren Ständer auf der Rückseite aufstellen und ihn beispielsweise als Mediaplayer nutzen. Auch die Software entspricht weiterhin dem bekannten Funktionsumfang: Neben den Emulatoren stehen ein Videoplayer, ein Musikplayer, eine Fotoanzeige sowie eine E-Book-Funktion zur Verfügung.

SF3100 Handheld

WICHTIG!!!
Ich habe mir diese Konsole ausschließlich wegen der Hardware gekauft. Sollte dem Gerät eine Micro SD Karte mit nicht lizensierten ROMs beiliegen, nutzt diese nicht oder löscht direkt alle ROM-Dateien. Verwendet nur Sicherungskopien eurer eigenen Spiele oder legale Homebrew-ROMs.

Emulation

Erneut setzt der Hersteller auf einen 1,2-GHz-Dual-Core-Prozessor. Alle 8- und 16-Bit-Titel laufen flüssig, und rechenintensivere Systeme wurden gar nicht erst auf das Gerät gepackt. So langsam wäre es aber wirklich Zeit für ein kleines Leistungs‑Upgrade. Die gleiche Hardware immer wieder in ein neues Gehäuse zu stecken, ist auf Dauer einfach zu wenig einfallsreich.

Spielstände lassen sich jederzeit speichern und wieder laden. Außerdem kann man das Seitenverhältnis (Aspect Ratio) anpassen und die Tastenbelegung nach eigenen Wünschen konfigurieren. Wer möchte, stellt die Systemsprache auf Deutsch um. Auch Favoritenlisten, zuletzt gespielte Titel und eine Suchfunktion sind wieder mit dabei.

Für welchen der drei Kandidaten sollte man sich also entscheiden? Alle kosten um die 35 Euro und bieten mehr oder weniger die gleiche Hardware, es ist also letztlich Geschmackssache. Geht es um den Vergleich zwischen SF3000 und SF3100, würde ich eher zum SF3100 greifen: Er bietet zusätzlich einen HDMI-Ausgang, bessere Schultertasten und ein richtiges Steuerkreuz. Außerdem liegt er mit seiner leicht gewölbten Form etwas bequemer in der Hand. Deshalb bekommt er von mir auch einen Punkt mehr in der Bewertung. Insgesamt gefällt mir der SF3500 aber am besten wegen seinem größeren 5-Zoll-Display und weil ich sein Gehäuse für längere Spielesessions noch etwas angenehmer finde. Dafür ist er weniger kompakt, wenn man ihn mitnehmen möchte. Eins steht fest: Alle drei Modelle sind für ihren günstigen Preis wirklich gute Handhelds.

Eigene ROMs verwenden
Sicherungskopien eurer eigenen Spiele oder legale Homebrew-ROMs können auf die original Micro SD Karte in den Ordner „roms“ kopiert werden. Die Spiele werden dann im Menü unter „Download Folder“ angezeigt. Anhand der Dateiendung wählt der SF3100 automatisch den passenden Emulator aus.

Den Handheld kannst du hier bei AliExpress bestellen:
SF3100 Handheld (Link 1)
SF3100 Handheld (Link 2)
SF3100 Handheld (Link 3)


Fazit

Pro

  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • HDMI-Ausgang
  • Powerbank-Funktion

Kontra

  • Hardware der Vorgänger

Wertung   (0 - 10)

9
Sehr Gut
Emotion begeistert
Sam

Sam

Fan von japanischer Kultur, Technik-Gadgets, Ramen, Action-Figuren und allem, was kawaii oder retro ist.

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