Paldo Rabokki Noodle

Süßer die Neujahrsnüdelchen nie schmecken...

Neues Jahr, neues Nudelglück! Zuerst mal ein gutes neues Jahr euch allen, gesund und glücklich soll es sein und insgesamt einfach so, wie ihr es gerne hättet. So. Jetzt zum Geschäftlichen: Ramen! Zur Feier des Tages widmen wir uns heute mal einer Marke, mit der wir bisher noch gar nichts zu tun hatten. Unsere Neujahrsnüdelchen kommen von Paldo, einem koreanischen Hersteller, der ein recht breites Portfolio hat und seit 1983 neben Ramen auch noch andere Instant-Gerichte sowie Getränke und traditionelle koreanische Produkte auf den Markt bringt. Sie haben Koreas beliebteste Instantnudeln erfunden, das beliebteste Getränk und das beliebteste Kindergetränk gleich auch noch. Die scheinen also was zu können, dann schauen wir uns das doch mal genauer an.

Wir mampfen heute Rabokki Noodles. „Was’n das?“, höre ich da die eine oder andere berechtigte Frage. Dann also schnell ein bisschen Warenkunde: Bei dem Wörtchen Rabokki handelt es sich um ein zusammengebasteltes Kunstwort für ein zusammengebasteltes Gericht. Ramen und Reisküchlein werden ebenso vermischt wie ihre koreanischen Bezeichnungen „ramyeon“ und „tteokbokki“. Es ist in Korea ein beliebtes Street Food, das gerne mit Fischkuchen und Eiern ergänzt wird, aber auch da gibt es, wie auch sonst beim Pimpen, keine Grenzen. Charakteristisch ist die herzhaft-süße Soße, die aus Gochujang, einer roten Chilipaste, hergestellt wird. Erste Aufzeichnungen, in denen diese Soße erwähnt wird, gab es schon im 9. Jahrhundert! Sie ist scharf, natürlich wegen der Chilis, süß wegen Klebreis und Maissirup und insgesamt ausgesprochen würzig und mit viel Umami. Hier ist jetzt mal wieder der Punkt erreicht, wo ich sofort aufhören möchte zu schreiben und stattdessen über die Nudeln herfallen will. Aber nein, soweit sind wir noch nicht. 

Erst noch einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Die Nudeln selber hören sich schon mal interessant an. Während die sonst häufig nur aus Mehl und Wasser bestehen, wird hier außerdem noch alles mögliche andere aufgefahren: Kartoffel- und Tapiokastärke, gewürztes Öl… Mal schauen, ob man da einen Unterschied schmeckt. Ansonsten ist noch eine Suppenbasis am Start, unter anderem mit roter Pfefferpaste, Maissirup, Soja, Knoblauch, Paprika… Wenn das alles so schmeckt, wie es klingt, bin ich im 7. Ramenhimmel! Was allerdings gar nicht aufgeführt wird bei den Zutaten, sind die Reiskuchen. Wo sind sie geblieben? Oder haben sie dem Gericht nur ihren Namen geliehen und sind gar nicht weiter beteiligt? Wir werden es sehen. Kalorienmäßig ist alles im relativ grünen Bereich: 398 pro 100 Gramm, eine Portion hat ordentliche 135 Gramm.

Zubereitung

400 ml Wasser zum Kochen bringen, dann alles, was man so in der Packung findet, hineinwerfen (Nudeln und Suppenpaste, mehr ist es nicht) und 4 Minuten kochen lassen. Zack, fertig.

Ohh, das abgeschleckte Soßentröpfchen schmeckt aber schon mal sehr gut! Geht in Richtung Buldak, aber komplett ohne die Schärfe. Sehr süß ist es. Mal schauen, wie sich das später im Gesamtgefüge macht. Es ist auch eine sehr schön üppige Portion Soße. Die Nudeln riechen vielleicht etwas würziger als üblich, Reiskuchen sind keine zu sehen.

Geschmack

Emma’s Meinung: Die Nudeln haben eine sehr angenehme Konsistenz, sehr schön elastisch und bissfest, da hat man gut was zu kauen. Sind ähnlich wie die von Nongshim. Die Suppe zieht, ebenfalls wie bei Nongshim, auf sehr gute Art in die Nudeln ein, wenn man sie eine Weile stehen lässt, um zum Beispiel 5 Millionen Fotos zu machen. So wird sie zu einem fast schon sämigen Sößchen, und die Nudeln steigern noch mal ihr Flutschigkeitslevel. Reiskuchenanzahl ist tatsächlich null – schade, da hatte ich mich drauf gefreut. Aber wahrscheinlich ist wirklich nur die Soße mit ins Gericht gewandert und die Reiskuchen selber hat man sich gespart. Das ist bei einigen Händlern im Netz dann schlicht falsch angegeben, aber dafür habt ihr ja uns, wir recherchieren und probieren das für euch. So, und jetzt das Wichtigste: Wie schmeckt das denn überhaupt?

Hm, tja… Ich würde sagen, geht so. Es ist schon sehr, sehr süß. Der vordergründige und hintergründige und allgegenwärtige Geschmack ist Süße, dahinter versteckt sich eine ganz minimal, eigentlich kaum wahrnehmbare Schärfe. Hot and Spicy, wie es auf der Packung steht, ist ein Witz. Es schmeckt nicht schlecht, man kann das schon ganz gut essen, es hat keine störenden Beigeschmäcker wie zum Beispiel die Guangyou neulich. Aber es ist halt wirklich knatschsüß. Also jetzt auch nicht so süß, dass man es für einen Nachtisch halten würde. Vielleicht kann man es ein bisschen vergleichen mit der süß-sauren Soße vom Chinesen, nur ohne den sauren Aspekt. Schwierig zu beschreiben, aber durchaus nicht unlecker. Aber: Es ist doch sehr eintönig. Keinerlei Gemüseflocken oder sonstiges, einfach nur eine gute alte Nudelsuppe, bei der jeder Bissen gleich schmeckt, ohne irgendeine Abwechslung. Als Basis für ein leckeres Essen völlig okay, wenn man sich auf die ungewohnte Süße einlassen kann. Aber da muss schon einiges an Pimpung her, um daraus ein Erlebnis zu machen.

Sam’s Meinung: Ich würde die Ramen am ehesten als „pffft“ beschreiben. Irgendwie hatte ich mehr erwartet. Das Gericht schmeckt arg süß und leicht fruchtig. Ein bisschen wie Nudeln mit Ketchup und etwas Gewürz. Dass sonst absolut nichts auf dem Teller los ist, macht das Ganze echt langweilig. Die Nudeln sind etwas bissfester als bei Nongshim, wer sie genauso weich möchte, kann sie wahrscheinlich einfach eine Minute länger kochen lassen. Anfangs fand ich die Soße interessant, aber bereits nach ein paar Löffeln habe ich mir mehr Abwechslung gewünscht.

Hätte ich die Ramen nicht mit Lauchzwiebeln, Knoblauch, Sesam und Habaneros gepimpt, wären meine Geschmacksnerven beim Essen eingeschlafen. Zusammen mit den extra Zutaten war es dann trotzdem bestenfalls ein „okay“. Obwohl auf der Verpackung (wie so oft) angepriesen, war mal wieder so gut wie keine Schärfe vorhanden. Buuuh! Hier dürfen sich sogar absolute Spicy‑Hasser ranwagen. Jedes Pfefferkorn hat mehr Wumms als diese Instantnudeln. Würde ich die Paldo Rabokki Noodle nochmal kaufen? Nö. Dafür gibt’s einfach zu viele bessere Optionen. Gucken wir uns lieber Emmas Pimp-Feuerwerk an:

Tipps zum Pimpen

Es ist ja Neujahr, also dachte ich, ich zauber mal ein Feuerwerk auf den Teller. Liegt ja nahe. Erkennen kann man davon leider nicht mehr allzu viel, aber so ist das halt manchmal. Welche Zutaten da drin waren? Denkt euch einfach das Meme mit dem Rügenwalder-Dude. Alle! 🤭 Nämlich: Lauchzwiebeln, gehobelter Chilikäse, Brokkoli, eine Habanero, knuspriger Bacon, sogenannter Solo-Knoblauch (ich dachte, wenn man den aufschneidet, ist er bestimmt so schön blütenförmig wie die Habanero. War er nicht.) und: Getrocknete Mango. Die war fantastisch gut in Kombination mit dem salzigen Bacon und der scharfen Schote. Dann noch allerhand Sesam drübergestreut, Chiliflocken sowieso, ein bisschen mit Sriracha und Sriracha-Mayo herumgeträufelt, und das war’s auch schon. Hat auf jeden Fall das eher öde Grundgericht ziemlich aufgewertet.


Fazit

Schärfe

Preis (UVP)

1,69 €

Wertung   (0 - 10)

5
Geht so
Emotion neutral
Emma

Emma

Kaufe oder esse oder fotografiere alles, was sich nicht schnell genug retten kann - je nach Situation. Stellt mich einfach irgendwo am Meer ab und ich bin glücklich. 😊

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