Mr. Wang Rind

Kleine Portion mit kleinem Preis und großem Geschmack.

Wir sind schon ganz schön weit rumgekommen bei unseren Nudeltests: Japan, Korea, China, Thailand – all das ist schon in unseren Schüsselchen gelandet. Heute geht es nicht ganz so weit weg, sondern einfach nur in den Discounter um die Ecke. Da hat Sam etwas entdeckt, was bestimmt gut und review-würdig ist, und vor allem ist es eins: Saugünstig. Einen 5er-Pack Mr. Wang Instant Noodles in verschiedenen Sorten kriegt man im Netto für 1,99 Euro, das wären so ungefähr 40 Cent pro Portion. Perfekt für olle Sparfüchse wie uns! Wenn die dann noch schmecken, wäre das ganz und gar optimal. Wir werden es gleich in Erfahrung bringen.

Mit einem breiten Grinsen strahlt uns der sogenannte Noodle Passionist Mr. Wang von der Packung entgegen. Wer das ist, weiß ich nicht. Keine Ahnung. Aber er sieht fröhlich aus und hat Spaß an Nudeln. Genauso wenig konnte ich herausfinden, wer als Hersteller hinter dieser Marke steckt. Vertrieben wird es vom niedersächsischen Lebensmittelgroßhändler TSI, der laut eigenen Angaben Lebensmittel entwickelt, vertreibt und produziert. Das muss diesmal als Hintergrundinfo reichen.

Ein kurzer Blick auf die Zutatenliste verrät, dass wir uns auch hier wieder, ähnlich wie bei der leckeren Beef-Sorte von YumYum, auf exotische Gewürze wie Sternanis, Zimt und Ingwer freuen dürfen. Außerdem ist ein Zwiebelöl am Start. Die Packung verspricht, dass die Ramen jetzt „Noch würziger!“ sind. Das können wir nicht beurteilen, wir kennen die alte Rezeptur nicht. Aber würzig ist auf jeden Fall gut. 100 Gramm vom zubereiteten Produkt haben beachtliche 475 Kalorien, in der Packung sind 65 Gramm. Nicht viel, aber immer noch 5 Gramm mehr als bei den deutlich teureren YumYums.

Zubereitung

Nudeln, Würzpulver und Öl in eine Schüssel geben, mit 320 ml kochendem Wasser übergießen, die Schüssel abdecken, damit das Aroma nicht entweicht und die Nudeln in Ruhe ziehen können. Nach 3 Minuten ist es dann auch schon vollbracht. Umrühren, fertig.

Was als Erstes in die Nase steigt, ist der wunderbar exotische Geruch von der Gewürzmischung. Sehr anislastig und, wie auch damals schon bei YumYum, fast schon weihnachtlich. Riecht sehr angenehm. Das Zwiebelöl trägt rein geruchlich nicht viel bei, das abgeleckte Probiertröpfchen schmeckt aber schön nach Röstzwiebeln. Als das heiße Wasser auf die Gewürze trifft, macht sich ein sehr aromatischer Geruch breit. Wie eine herzhafte Brühe, in die aus Versehen die Zutaten für die Weihnachtsbäckerei geplumpst sind.

Geschmack

Emma’s Meinung: Zack, nach 3 Minuten ist es dann auch schon fix und fertig. Macht einen recht unspektakulären Eindruck: Keine Einlagen, kein Gemüse, absolut gar nichts, nur eine Brühe mit Nudeln. Aber solange es schmeckt, passt das schon – in den Vorratsschränken findet man ja immer was, um dem Ganzen etwas mehr Substanz zu verleihen. So, und wie schmeckt das denn nun? Lecker, so viel kann man schon mal sagen. Aber es kommt doch nicht ganz an das geschmackliche Vorbild heran. Das Süppchen schmeckt schön würzig und fremdländisch, die Nudeln haben eine angenehme Konsistenz, wenn sie auch ein kleines bisschen bissfester sein könnten. Sie sind etwas dicker als bei YumYum und dezent mehlig, aber insgesamt schon in Ordnung. Schärfe fehlt hier komplett, also durchaus ein Gericht für jedermann, auch für den empfindlichsten Schärfehasser. Was auffällt ist der ölige Film, der nach dem Essen die Lippen überzieht. Das finde ich jetzt nicht soo wunderschön, ist aber auch kein Weltuntergang. Alles in allem eine sehr schön herzhafte Rinderbrühe ohne Schnickschnack, mit einem Geschmack, der überzeugt, der mich aber nicht ganz so begeistert wie die Beef-YumYums. Aber für den Preis ist das absolut okay. So günstig und so schnell und easy zubereitet. Nichts, was den Magen füllt, aber eine prima Grundlage für ein gutes, sättigendes Gericht.

Sam’s Meinung: Ich war überrascht, wie gut diese Ramen für nur 40 Cent schmecken. Sie sind zwar kein Meisterwerk, aber auch nicht sehr viel schlechter als die YumYum-Beef-Sorte. Die haben zwar noch ein klein wenig mehr Pfiff und Schärfe, aber für den günstigen Preis bekommt man mit den Mr. Wang Rind ein durchaus leckeres Essen. Der Rindergeschmack kommt gut zur Geltung, die Nudeln passen prima dazu und alles steht in drei Minuten auf dem Tisch. Das Pulver ergibt zusammen mit dem Öl ein würziges Supperl.

Die Soße dürfte gerne etwas mehr sein, 320 ml sind dann doch eher Snack-Größe im Vergleich zu den 550 ml Nongshim Ramen. Ein paar getrocknete Kräuter wären auch schön gewesen aber mein Schnittlauch-Streuer war auch okay. Wer etwas für zwischendurch sucht (Kalorien bitte nicht vergessen) oder das Gericht ordentlich pimpt, wird Mr. Wang vermutlich freundlich die Hand schütteln und sich für dieses preiswerte, leckere Süppchen bedanken. Bei mir kamen noch Zwiebeln, Salami, Knoblauch, Lauchzwiebeln, Habaneros und ein Ei mit rein und bei Emma:

Tipps zum Pimpen

Das war ja mal wieder nur eine Portion für den hohlen Zahn, da musste stapelweise Zeugs her, um den hungrigen Nudeltester satt zu kriegen. Ich habe diesmal Champignons in Knoblauchöl angebraten, Schinken auch, und natürlich die allgegenwärtigen Lauchzwiebeln. Als besonderes Schmankerl noch einen Klacks leckeren Chili-Crunch obendrauf und mit Lauchzwiebelgrün und Chilis bestreut. So war es dann ordentlich sättigend und lecker.


Fazit

Schärfe

Preis (UVP)

0,40 €

Wertung   (0 - 10)

7
Gut
Emotion freudig
Emma

Emma

Kaufe oder esse oder fotografiere alles, was sich nicht schnell genug retten kann - je nach Situation. Stellt mich einfach irgendwo am Meer ab und ich bin glücklich. 😊

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Schweinchen