MAMA Salted Egg

Da steckt eindeutig ein Ei in BegEIsterung.

Eure oxidierten Schweine, immer am Puls der Zeit! Was das heißt? Natürlich ein Review zu Ramen mit Eiergeschmack, pünktlich zum heiligen Eierfest. Es gibt Ramen ja bekanntlich in allen nur denkbaren Geschmacksrichtungen, warum dann also nicht auch mit dem Geschmack von gesalzenen Eiern? Eben. Gibt es und wird gleich hier getestet. Die Nudeln kommen von MAMA, also nicht von meiner, sondern von der sehr beliebten thailändischen Nudelmarke vom Hersteller Thai President Foods. Sie sind Teil der Oriental Kitchen-Produktreihe, mit der wir hier sowohl schon sehr gute als auch recht miese Erfahrungen gemacht haben.

Wenn ihr nachlesen wollt: MAMA Carbonara Bacon und Hot Korean Flavour standen hier schon auf dem Prüfstand. Und heute geht es also mal ums Ei. Die Packung ist sehr ansprechend gestaltet, die abgebildeten Nudeln sehen einladend und appetitlich aus. Hatte mich ein bisschen gewundert, was die Zeichnung darstellen soll: Ein halbiertes Ei, aber was liegt darin? Eine Olive? Aber warum? Oder hat man noch ein extra Eigelb ins flüssige Eigelb gelegt, als Showeffekt? Recherchen haben dann ergeben, dass es sich da ganz offensichtlich um ein Salted Egg handelt. Das ist nämlich ein richtiges traditionelles Gericht, das sind nicht einfach nur gekochte Eier mit Salz, wie ich Noob eigentlich gedacht hatte. Die Eier (gerne Ente, manchmal auch Huhn) werden roh in Salzlake eingelegt und dann eine Zeitlang gepökelt. So verändern sich Geschmack und Textur, das Eigelb verwandelt sich in einen festen gallertartigen Klumpen. Und so einer ist hier auf der Packung abgebildet. Dann wissen wir das jetzt auch.

Zu den Zutaten: Am Start sind neben Weizennudeln Eipulver (ob Ente oder Huhn steht nicht dabei), nicht näher definierte Gewürze, Chilipulver, Zucker und getrocknete Frühlingszwiebeln. Die Kalorien sind hier zur Abwechslung im Rohzustand angegeben, das macht den Vergleich zu anderen Sorten schwierig. Es sind jedenfalls 191 pro 100 Gramm, eine Portion hat 85 Gramm – macht mit dieser Info, was ihr wollt. ^^

Zubereitung

Die Zubereitung ist auch hier wieder denkbar einfach, das mögen wir so an den ganzen Instantnudeln. Innerhalb von ein paar Minuten hat man ein fertiges Gericht da stehen, ohne auch nur ansatzweise irgendwelche Kochskills haben zu müssen. Die Nudeln in 400 ml kochendes Wasser geben und 4 Minuten köcheln lassen. Das Wasser bis auf 2 Esslöffel abgießen, das Gewürzpulverbeutelchen und die Paste reinleeren, umrühren und zack: fertig.

Sehr knallig orangefarbenes Würzpulver haben wir hier, das richtig kräftig nach Eigelb riecht, wenn es auf die Nudeln trifft. Und eine rote Paste, sieht scharf aus, ist sie aber nicht. Kleine Kräuterpartikelchen sind drin, wonach sie schmeckt, kann ich gar nicht so genau sagen. Der Geruch von allem zusammen ist jedenfalls ganz hervorragend eierig. Irgendwelche leckeren Goodies in Form von getrocknetem Gemüse, Fakefleischbröckchen oder ähnlichem findet man hier leider nicht.

Geschmack

Emma’s Meinung: Eieiei, ist das lecker! Die Nudeln sind schön dick und haben genau die richtige Konsistenz, sind aber eher trocken – es ist keine soßenlastiges Gericht, die Nudeln sind komplett mit der Würzpaste ummantelt, aber es bleibt keine Soße übrig, die man am Ende noch genüsslich aufschlürfen könnte. Es schmeckt schon vordergründig sehr nach Eigelb, aber nicht nur das, da ist noch so viel mehr Geschmack. Es gibt außer den Eiern keine Zutat, die besonders hervorsticht, aber die Mischung ist absolut gut gelungen. Eine ganz wunderbare Würzigkeit, so deftig und aromatisch und einfach absolut schmackhaft! Und auch ein kleines bisschen oder vielleicht sogar ein mittleres bisschen Chilischärfe ist zu spüren.

Ich merke schon: Diese Nudelsorte und ich werden uns in Zukunft noch öfter beim Essen begegnen. Ein richtig schmackofatziges Glücklichmacher-Gericht, in das ich mich sehr gerne reinlegen würde, aber dafür ist die Portion zu klein. Und das ist neben den fehlenden Einlagen und dem vergleichsweise hohen Preis auch das einzige Manko: Zum Sattwerden ist das nix, da muss noch ordentlich was dazu, damit das Bäuchlein zufrieden ist. Der Gaumen ist auf jeden Fall sehr zufrieden, eigentlich sogar wunschlos glücklich. Köstlich! Wäre die Portion größer, hätte es von meiner Seite aus mindestens mal eine 9 gegeben.

Sam’s Meinung: Emma hat es schon angedeutet: Bei MAMA gibt’s Hits und es gibt Ausrutscher. Also war ich umso gespannter, wie sich die Salted Eggs schlagen würden. Es ist definitiv eine Sorte, die aus der Reihe tanzt: Ramen mit Ei-Geschmack hatte ich bisher noch nie im Schüsselchen, obwohl ich diese Nudelgerichte schon seit vielen Jahren mampfe. Dass es mal wieder kein Beutelchen mit getrocknetem Gemüse, Sesam oder sonstigem kleinen Pimp gibt, fand ich etwas enttäuschend. Das können Samyang und Nongshim deutlich besser.

Nach der super einfachen Zubereitung kam direkt der nächste Minuspunkt: Die Portion ist echt winzig. Eher Snacksize als eine richtige Mahlzeit. Geschmacklich fand ich die MAMA Salted Egg aber durchaus lecker. Man schmeckt das Ei richtig gut raus, dazu ist es ein bisschen sahnig und leicht scharf. Die Abstimmung von Würzpaste, Pulver und Nudeln ist ausgesprochen gut gelungen. Ich finde nur, man hätte etwas mehr daraus machen können. Ein wenig zusätzliches Gemüse, wie es bei vielen Herstellern inzwischen oft Standard ist, und etwas mehr Inhalt hätten mich deutlich zufriedener gemacht. Am Ende bleibt’s ein richtig leckerer Happen, aber einer von der Sorte, bei der man nach dem letzten Bissen kurz traurig auf den Teller schaut und sich fragt, wer die restliche Portion geklaut hat.

Tipps zum Pimpen

Besser machen kann man dieses Essen nicht, man kann eigentlich nur die Menge vergrößern. Ei und Ei gesellt sich gern, sagt man ja oft. Deshalb gibt es Ei dazu, und zwar in Form eines dezent unförmigen Tamagoyaki. Was das ist und wie man es macht, wird euch hier von Sam erklärt: Tamagoyaki-Rezept. Ich habe noch ein bisschen Mirin, Sojasoße und Zucker mit in die Eiermasse gegeben, so schmeckt es ähnlich wie die Ramen-Eier, die wir euch früher schon mal schon vorgestellt haben. Dann noch die eine oder andere Lauchzwiebel dazu, wegen der Vitamine. Ein paar Körnchen Chilipulver drübergestreut, und fertig ist das allertufteste Gericht, das man sich nur denken kann.

PS: Kleines Ostersuchspiel! In dem Text sind jede Menge Eier versteckt, also „ei“, die Silbe. Wer sie alle findet und die richtige Anzahl in die Kommentare schreibt, gewinnt rein gar nichts, darf sich aber offiziell ein ganzes Jahr lang „Eierkönig:in“ nennen. 🐣


Fazit

Schärfe

Preis (UVP)

1,79 €

Wertung   (0 - 10)

8
Sehr Gut
Emotion begeistert
Emma

Emma

Kaufe oder esse oder fotografiere alles, was sich nicht schnell genug retten kann - je nach Situation. Stellt mich einfach irgendwo am Meer ab und ich bin glücklich. 😊

Das könnte dich auch interessieren


Beliebte "Yummy und Spicy " Beiträge


Schreibe einen Kommentar

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Wir freuen uns auf dich!

Schweinchen