MAMA JokCup Pork Flavour

Schlotzigkeit kennt keine Grenzen. Wir testen heute Brei.

So! Zeit für ein neues Review. Draußen sind es stattliche 39 Grad, drinnen nicht viel weniger. Was könnte man da am besten testen? Na, sagt schon! Genau: Reisbrei! Hm? Ach so, ihr habt „Eis“ gesagt? Zu spät. 😅Jetzt haben wir hier schon den JokCup-Pott mit der Reispampe stehen. Jok ist übrigens die thailändische Bezeichnung für genau das, was drin ist: Reis-Porridge. War passenderweise sehr schön reduziert im Rahmen der Amazon Prime Days, da kann man sowas auf den ersten Blick eher Absonderliches ruhig mal ausprobieren… Wenn etwas nur 1,52€ kostet und dann auch noch von MAMA kommt, dann wird das gekauft, das geht gar nicht anders.

Und es ist halt auch mal was anderes. Vielleicht sitzt ja jemand da draußen und wusste, genau wie ich, bis jetzt gar nichts von der Existenz von Instant-Reisbrei mit Schweinefleischgeschmack. Mit MAMA haben wir bisher überwiegend sehr gute Erfahrungen gemacht, dann wird das hier schon auch irgendwie schmecken. Die Becher gibt es in 4 Geschmacksrichtungen. Neben unserem Schweinchen sind noch Huhn, Meeresfrüchte und Shrimp Tom Yum erhältlich. Bei Amazon gab es allerdings nur Schwein, so fiel uns die Auswahl leicht. ^^

Die Herstellerseite verrät leider so absolut gar nichts über das Produkt, bei Amazon steht im Wesentlichen auch nur, dass es leicht zu tragen, ideal als Snack und innerhalb von wenigen Minuten zubereitet ist. 45 Gramm sind in dem Becher, das ist eher wenig. Muss aber kein Nachteil sein – wenn das Zeug garstig schmecken sollte, haben wir es immerhin schnell weggemampft. 😁 Kalorienmäßig schlägt die Matschepampe mit 354 pro 100 Gramm zu Buche. Die Zutatenliste ist recht übersichtlich: 87% getrocknete Reisflocken, Aromen, Knoblauchöl, getrocknete Frühlingszwiebeln, Ingwer und nicht näher definierte Gewürze. Nun denn, dann wollen wir mal.

Zubereitung

Die Zubereitung könnte nicht einfacher sein: Den Deckel halb öffnen, kochendes Wasser bis zur Markierung auf der Innenseite einfüllen, umrühren, Deckel schließen, 2 Minuten warten, noch mal gut durchrühren, einen Moment stehen lassen, noch mal rühren und dann servieren.

Der Anblick beim Öffnen des Deckels erinnert mich an meinen letzten Strandurlaub: Fein gemahlene helle Körnchen mit ein paar größeren Brocken und ein wenig Grün leuchten einem fröhlich entgegen. Der Geruch ist allerdings nicht nordsee-like, sondern eher zwiebelig-würzig. Auf jeden Fall nicht unangenehm. Mal sehen, was passiert, wenn gleich das Wasser dazukommt. Eine Markierung ist nicht zu sehen, also gieße ich das Wasser einfach mal mutig bis zum unteren Rand und hoffe, dass das so richtig ist.

Geschmack

Emma’s Meinung: Och, das riecht aber durchaus lecker. So wie die gute Reissuppe früher bei Omma. Sehr flüssig ist es, aber das wird sich wahrscheinlich im Laufe der Ziehzeit noch ändern. Das Zeug muss ja erst mal quellen. Update nach 2 Minuten: Immer noch ziemlich flüssig. Aber bei manchen Händlern wird es als „Reisbrei-Suppe“ angeboten, also gehen wir einfach mal davon aus, dass das so sein muss. 

Ich muss sagen: Ich bin positiv überrascht. Das schmeckt besser, als es aussieht. Optisch macht es wirklich nicht viel her, es ist halt eine Schüssel voll Schleim, in dem Gemüsestückchen herumdümpeln. Aber es ist schon ganz okay, schmeckt wirklich ähnlich wie die Suppe von Oma damals. Eine gute, kräftige Fleischbrühe mit Reiseinlage. Nur dass der Reis hier in anderer Konsistenz daherkommt als damals, nämlich als lustige Schlotze. Das ist erst mal gewöhnungsbedürftig, auch das Mundgefühl, weil es da wirklich mal gar nichts zu kauen gibt. Wenn man noch keine Zähne hat, oder keine mehr, oder sonstige Kaubeschwerden hat, dann ist das das ideale Gericht. Auch ideal für kalte, ungemütliche Wintertage, könnte ich mir vorstellen. So ein richtiges Wohlfühlessen. Am heißesten Tag der Menschheitsgeschichte dezent unpassend, aber da müssen wir jetzt halt durch.

Es ist übrigens kaum asiatisch gewürzt, könnte echt als gute deutsche Hausmannskost durchgehen. Und scharf ist es gar nicht, wirklich kein Stück. Die Gemüsestückchen tun ihren Job und schmecken ein bisschen nach Lauchzwiebel und sogar recht intensiv nach Ingwer, wenn man darauf herumbeißt, aber so richtig, richtig doll zur Geltung kommen sie im Gesamtgefüge nicht. Alles in allem ein recht gelungenes Experiment, das ich vielleicht sogar noch mal kaufen werde. Geschmacklich kein sensationelles Highlight, da fehlt dann doch das Besondere und der gewisse Kick, auf Dauer ist es ziemlich eintönig. Aber doch ein gutes, ordentliches Gericht. Auch die Portionsgröße ist okay und sättigend. Ich vermisse ein bisschen Abwechslung im Mund, aber dafür können wir ja sorgen mit Pimpungen aller Art.

Sam’s Meinung: Ich bin etwas zwiegespalten. Einerseits fand ich den MAMA JokCup Pork Flavour interessant und eine nette Abwechslung zu Ramen, andererseits war mir das Ganze am Ende doch ein wenig zu langweilig. Die Geschmacksrichtung Pork hätte ich echt nicht herausgeschmeckt. Das Gericht war für mich eher eine leicht schleimige Suppe, die okay gewürzt war. Aber es wird ja auch als „Instant Porridge Soup“ bezeichnet und die Ähnlichkeit zu Haferbrei trifft es tatsächlich ganz gut.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass hier etwas Obst gut dazu passt. Ich hatte mich aber für die deftige Variante entschieden und den Brei mit Salami, Zwiebeln, Lauchzwiebeln, Knoblauch und einer Habanero aufgewertet. Dann hat man immerhin etwas mehr im Suppenteller schwimmen. Isst man den JokCup pur, dann fehlt mir definitiv etwas. Bei Ramen sind wenigstens, zusätzlich zur Soße, Nudeln vorhanden. Hier ist der Reis weder bissfest noch trägt er zum Geschmack bei. Es wirkt, als würde man sich ein Süppchen mit Reis kochen, würzen und anschließend pürieren. Schlecht war es nicht, aber für ein „sehr gut“ fehlt einfach der letzte Kick.

Tipps zum Pimpen

Heute ist gedünsteter Pak Choi am Start, und ein paar deftige angebratene Mettwürstchen, die geschmacklich erstaunlich gut zu dem Reisbrei passen. Das Ganze wurde noch gekrönt mit ein paar Röstzwiebeln. Zack, fertig ist das wirklich sättigende, herzhafte Mahl.


Fazit

Schärfe

Preis (UVP)

2,95 €

Wertung   (0 - 10)

6
Gut
Emotion freudig
Emma

Emma

Kaufe oder esse oder fotografiere alles, was sich nicht schnell genug retten kann - je nach Situation. Stellt mich einfach irgendwo am Meer ab und ich bin glücklich. 😊

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Schweinchen