SF3500 Retro Handheld

Ein gelungener Nachfolger des SF3000 mit jeder Menge neuer Features.

Wem der SF3000 nicht handlich genug war, der darf sich jetzt über ein neues Gehäuse freuen, mit dem der Nachfolger fast aussieht wie der Project X Pro Handheld. Während sich bei der Leistung nicht sehr viel geändert hat, gefällt mir der neue Formfaktor und das größere Display ausgesprochen gut. Außerdem gibt es jede Menge Verbesserungen und neue Features. Ob der SF3500 für aktuell 32 Euro eine überzeugende Weiterentwicklung oder sogar ein echtes Schnäppchen im Handheld‑Bereich ist, schauen wir uns jetzt genauer an.

Hardware

Die Lieferung hat, wie eigentlich fast immer, nur 6 Tage gedauert und wurde per DHL zugestellt. In der Box befand sich der Handheld, eine Anleitung, ein USB-C-Ladekabel und ein Adapter von USB-C auf USB-A. Praktisch, wenn man einen USB‑Stick mit Medien verbinden möchte, denn der SF3500 bietet auch die Möglichkeit, Filme und Musik abzuspielen, Fotos zu betrachten oder E‑Books zu lesen.

Wie schon beim Vorgänger kommt erneut ein 3000‑mAh‑Akku zum Einsatz, der je nach Emulation und Displayhelligkeit eine Spielzeit von etwa 5 bis 7 Stunden ermöglicht. Die Konsole kann, wie der SF3000, als Powerbank genutzt werden und über ihren USB‑C‑Port andere Geräte wie Smartphones aufladen. Und falls ihr nur ein USB‑A‑auf‑USB‑C‑Kabel habt, springt auch diesmal wieder der mitgelieferte Adapter ein.

Hatte der SF3000 noch ein 4,5‑Zoll‑Display, kommt der SF3500 nun mit 5 Zoll daher. Bei der Größe macht das Zocken gleich noch mehr Spaß. Die Auflösung liegt bei 854 × 480 Pixeln, und erneut setzt der Hersteller auf ein IPS‑Panel. Farben, Kontraste und Helligkeit sind für eine Konsole in dieser Preisklasse überraschend gut. Auch die Blickwinkelstabilität passt.

Das Steuerkreuz besteht auch diesmal wieder aus einzelnen Tasten. Das finde ich persönlich gar nicht schlecht, weil es eine präzise Eingabe ermöglicht – bei einigen Genres wie Fighting Games ist ein klassisches Kreuz jedoch im Vorteil. Auch die beiden Thumbsticks wurden vom Vorgänger übernommen, ragen jetzt aber etwas weiter aus dem Gehäuse heraus.

Die Schultertasten gefallen mir beim SF3500 deutlich besser, weil sie sich leichter drücken lassen. Außerdem gibt es neben R1 und L1 nun auch R2 und L2. Die X‑, Y‑, A‑ und B‑Buttons sitzen jetzt oberhalb des rechten Thumbsticks – eine gute Entscheidung. Auch Start und Select sind nach oben gewandert. Ist die Konsole eingeschaltet und man drückt die Powertaste kurz, wechselt sie in den Standby. Mit einem erneuten Klick ist sie sofort wieder einsatzbereit.

Die beiden Stereo-Lautsprecher sind ebenfalls eine Verbesserung, beim SF3000 war es noch ein einzelner Mono-Speaker. Bässe darf man nicht erwarten, dafür kann ordentlich laut aufgedreht werden. Der Klang ist insgesamt sehr mitten- und höhenlastig. Oben gibt’s eine Lautstärkewippe und eine 3,5‑mm‑Klinkenbuchse für Kopfhörer oder externe Boxen.

Neu hinzugekommen ist ein HDMI‑Ausgang, über den sich die Konsole problemlos an einen Fernseher oder Monitor anschließen lässt. Das funktioniert einwandfrei und das Bild wirkt klar und stabil. Wer möchte, kann außerdem spezielle kabellose Zusatz‑Controller verbinden und dann ganz entspannt von der Couch aus zocken. Den Link dazu packe ich euch unten in die Haben‑will‑Box.

SF3500 Handheld

WICHTIG!!!
Ich habe mir diese Konsole ausschließlich wegen der Hardware gekauft. Sollte dem Gerät eine Micro SD Karte mit nicht lizensierten ROMs beiliegen, nutzt diese nicht oder löscht direkt alle ROM-Dateien. Verwendet nur Sicherungskopien eurer eigenen Spiele oder legale Homebrew-ROMs.

Emulation

Der 1,2‑GHz‑Dual‑Core-Prozessor stellt zwar keinen Leistungssprung gegenüber dem SF3000 dar, liefert aber erneut eine hervorragende Emulation für 8‑ und 16‑Bit‑Titel. Kein Screen Tearing, kein Ruckeln – alles läuft angenehm flüssig. Im Menü lässt sich das Seitenverhältnis wahlweise auf Vollbild oder Originalgröße einstellen, und Spielstände können jederzeit gespeichert sowie geladen werden.

Eine Favoritenliste ist ebenso vorhanden wie eine History der zuletzt gespielten Titel. Im Auswahlmenü stehen insgesamt 25 Sprachen zur Verfügung, und wer möchte, kann die Tastenbelegung umkonfigurieren. Ansonsten zeigt sich die Software stark abgespeckt und bietet keine weiteren Einstellungs­möglichkeiten. Für Einsteiger ist das ideal: Es besteht keine Gefahr, das System durch fehlerhafte RetroArch‑Optionen zu zerschießen. Beim SF3500 gilt daher: Einschalten, loszocken, Spaß haben – und das absolut sorgenfrei.

Die Konsole kostet aktuell kaum mehr als ihr Vorgänger, bietet aber spürbar mehr Ausstattung. Das größere Display, der HDMI‑Ausgang, die Stereolautsprecher und die verbesserten Schultertasten gefallen mir ausgesprochen gut. Der SF3000 ist dafür etwas kompakter und passt besser in die Hosentasche. Mir taugt der neue Formfaktor, weil der SF3500 damit bequemer in der Hand liegt und bei langen Zocksessions deutlich weniger Fingerkrämpfe verursacht. Für den Schnäppchenpreis von nur 32 Euro eine gelungene Spielekonsole.

Eigene ROMs verwenden
Sicherungskopien eurer eigenen Spiele oder legale Homebrew-ROMs können auf die original Micro SD Karte in den Ordner „roms“ kopiert werden. Die Spiele werden dann im Menü unter „Download Folder“ angezeigt. Anhand der Dateiendung wählt der SF3500 automatisch den passenden Emulator aus.

Den Handheld kannst du hier bei AliExpress bestellen:
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SF3500 Handheld (Link 3)
SF3500 Kabelloser Controller


Fazit

Pro

  • Super Preis-Leistungs-Verhältnis
  • HDMI-Ausgang
  • Großes IPS-Display

Kontra

  • Steuerkreuz Geschmackssache

Wertung   (0 - 10)

9
Sehr Gut
Emotion begeistert
Sam

Sam

Fan von japanischer Kultur, Technik-Gadgets, Ramen, Action-Figuren und allem, was kawaii oder retro ist.

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