Guangyou Spicy Wide Noodle Sour Hot Flavour
Guangyou Halloween Lebensmittel Ramen Scharf Sour Hot Flavour Spicy Spicy Wide Noodle
Garstige Gruselnudeln zu Halloween.
Bei uns auf der Seite halloweent es im Moment an allen Ecken und Enden: Hier, hier, hier und sogar hier. Um das zu komplettieren, fehlt nur noch ein Halloween-Ramen-Review! Gesagt, getan. Also sofort im Netz nach Kürbisramen geschaut: Gibt es nicht. Okay, dann halt stattdessen Süßkartoffelramen aus dem Asiashop, ist ja fast das Gleiche wie Kürbis. Die hatte ich schon mal irgendwann, haben relativ gruselig geschmeckt – passen also perfekt zu Halloween. Die gab es aber leider auch nicht… 😅 Was dem Ganzen noch am nächsten kam, waren dann also diese chinesischen Bandnudeln von Guangyou, da ist zumindest Kartoffelstärke drin. ^^ Ansonsten wissen wir nichts über die Nudeln oder den Hersteller, das wird jetzt wirklich mal ein völliger Schuss ins Blaue.
Der Packungsaufdruck verspricht immerhin einen sauer-scharfen Geschmack, das klingt doch ganz ansprechend, und an Halloween muss man ja bekanntlich entweder was Süßes oder was Saures essen, so will es das Gesetz. Dann also heute mal sauer. Was sonst noch so auf der Packung steht: Guangyous 30. Jubiläumsspecial, Kartoffelaufleuchten. Und das kleine Mädchen mit dem zugeschwollenen Auge sagt „Ich bin sehr glücklich“. Auf der Rückseite steht noch ein kleiner Roman über die Entstehungsgeschichte der Marke. Dank des Google-Übersetzers kann ich das für euch kurz zusammenfassen: Ein chinesischer Politiker namens Zou Guangfa ist 1992 von seinem Regierungsamt zurückgetreten, um ein eigenes Unternehmen zu gründen. Er hat einige Fertiggerichte auf den Markt gebracht und mehrere chinesische Erfindungspatente erhalten. Im Frühjahr 2015 wurde er zu einem Bankett in Qin in der Provinz Shaanxi eingeladen, wo ein Gericht einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen hat: Nudeln mit rotem Öl, eine lokale Spezialität aus den Qin-Dynastie. Er wollte diese Köstlichkeit mit der Welt teilen, stellte ein technisches Team zusammen, um ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu starten, führte eingehende Untersuchungen durch und entwickelte nach 81 Tagen engagierter Forschung auf der Grundlage traditioneller Handwerkskunst eine kühne Innovation: Er kombinierte grobes Mehl aus Kartoffeln und Süßkartoffeln mit feinem Getreidemehl zu Teigplatten und fügte authentische Gewürze hinzu. So entstand die neue Generation von Nudeln, die Guangyou-Rotölnudeln: bissfest, elastisch und köstlich. Marktforschungen ergaben, dass Mahjong-Spieler und die jüngere Generation sie besonders gern essen. Ein neues und praktisches Grundnahrungsmittel für Menschen jeden Alters, besonders für Studenten und Reisende.
So, dann wissen wir das jetzt also auch. Gucken wir uns mal die Zutatenliste an: Die Nudeln bestehen aus Weizenmehl, Kartoffeln und Öl, die Soßen- und die Würzmischung aus einigem mehr: Chili, Sesam, Sichuanpfeffer, Hühneressenzgewürz, Frühlingszwiebeln… Das klingt doch durchaus vielversprechend! Und das ist noch nicht mal alles, es ist auch noch einen Essigmischung dabei. Auch kalorientechnisch wird einiges aufgefahren: Ganze 455 kcal pro 100 Gramm sind an Bord, das ist vergleichsweise viel. Aber macht nix, Halloween ist ja nur einmal im Jahr. 😁
Zubereitung
Die Nudeln in eine Schüssel geben und mit 600 ml kochendem Wasser übergießen. 6-8 Minuten ziehen lassen. Relativ lang ist das, aber die Nudeln sind auch richtig breit (2,5 cm! Die allerbreitesten Nudeln, die ich jemals gesehen habe!), die brauchen sicher eine Weile, bis sie durch sind. Dann das Wasser abgießen, die restlichen Zutaten zu den Nudeln geben, umrühren und aufessen. Übrigens werden die Guangyou Wide Noodles in den bekannten Onlineshops als „Nudelsuppe“ verkauft – ist aber keine Suppe, die ganze Flüssigkeit wird ja abgegossen. Sind halt Nudeln mit Würzpaste.
Ich habe die (wirklich riesigen!) Nudeln etwas länger als 6 Minuten ziehen lassen, zu labberig sollen sie ja auch nicht werden. Musste ein bisschen mit der Gabel nachhelfen, sie zu entklumpen, sie klebten teilweise ziemlich aneinander. Das Würzpulver riecht eher unangenehm, das Würzöl mega seltsam, der Essig nach Essig.
Geschmack
Emma’s Meinung: Tja, was sagt man dazu… Ein sehr komischer, unidentifizierbarer, eigentümlicher Geschmack. Vordergründig scharf, aber nicht chilischarf, eher pfeffrig. Das wird dann wohl der Sichuanpfeffer sein. Und dann sind da noch jede Menge andere, ganz, ganz komische Aromen, die da herumwabern. Absolut nicht meins. Die schmecken tatsächlich so ähnlich wie die breiten Süßkartoffelnudeln, die ich damals schon mal irgendwann probiert hatte, nur noch viel schlimmer. Das sind wirklich Geschmackswelten, die kenne ich so noch nicht und hätte ich jetzt auch nicht unbedingt kennenlernen müssen. Die Schärfe hält richtig lange an, selbst während des Tippens hier britzelt es noch ordentlich im Mund. Aber es ist eine völlig andere Schärfe als die, die wir sonst so gewohnt sind. Da können die Scovillezahlen ja gar nicht hoch genug sein normalerweise. Das hier ist anders. Es ist nicht richtig scharf im Sinne von SCHARF, so dass man es als Hitzegefühl empfindet. Aber es ist ein konstantes Prickeln und Brennen auf der Zunge. Schon spannend, irgendwie. Aber der Geschmack ist wirklich bestenfalls gewöhnungsbedürftig. Durch den Essig tatsächlich ein bisschen säuerlich, aber die Gewürze, die im Vordergrund stehen, kann ich beim besten Willen nicht beschreiben. Auch der Geruch war mir völlig fremd. Extrem seltsam, das alles. Gut sind dafür die Nudeln, da hat man richtig was zu kauen. Elastisch und fest, und sie haben natürlich jede Menge Oberfläche, um die schäbige Soße daran haften zu lassen. Einen expliziten Kartoffelgeschmack konnte ich da jetzt nicht wahrnehmen, sie schmeckten für mich wie ganz normale, sehr breite Nudeln.
Herr Guangfa hat auf jeden Fall heftig gewürzt, sein Essen ist alles andere als langweilig, aber halt leider nicht auf gute Art. Es ist jetzt auch nicht so abscheulich, dass man es gar nicht essen könnte – aber doch kurz davor. Es war tatsächlich sehr verlockend, das Zeug einfach stehen zu lassen und stattdessen die lustige Ofenkartoffel zu mampfen, aber wir haben ja hier gewisse Verpflichtungen als Nudeltester, das ziehe ich jetzt also durch. Nochmal kaufen werde ich diese Sorte aber auf gar keinen Fall. Als Gruselessen für Halloween vielleicht mal ganz spaßig, aber als normale Alltagsnudeln werden die hier definitiv nicht stattfinden. Auch hier gilt wie immer: Alles Geschmackssache! Vielleicht ist es einfach mein verwöhnter Gaumen, der hier eine Delikatesse nicht wertschätzen kann. Man weiß es nicht. Probiert halt selber mal und schreibt gerne in die Kommentare, wie es euch geschmeckt hat.



Sam’s Meinung: Ich, mit der Stimme von Andreas: „HALT STOP!“ Von mir aus kann alles nicht so bleiben wie es hier ist und ich bin zwar kein Mahjong-Spieler aber ich fand die Ramen eigentlich ganz lecker. 🤭 Sind mal was anderes und ich bin sowieso ein absoluter Essig-und-Salz-Fan und genau danach schmecken diese Nudeln sehr intensiv. Zusammen mit der scharfen Soße und der labbrigen, aber gut schmeckenden, dicken Pasta war dieses Gericht für mich auf gar keinen Fall die vorgesehene Zweier-Bewertung. Tja, da müssen wir jetzt durch, das muss nun intern ausdiskutiert werden. Das muss das Boot, äh der oXs-Schweinestall abkönnen. Ich sag mal so: Wer, wie ich, liebend gern Salt-and-Vinegar-Chips in sein Bauchi stopft und bei Salaten immer viel zu viel Essig ins Dressing macht (und am Ende die Schüssel ausschlürft), dürfte mit den Guangyou Spicy Wide Noodle Sour Hot Flavour geschmacklich echt zufrieden sein.
Hier zeigt sich wie verschieden Geschmäcker sein können. Für mich sind diese Ramen zwar kein absolutes Highlight aber eine gelungene Abwechslung zu den üblichen Instantnudeln. Erst dachte ich „Das ist aber wenig“, als ich das Beutelchen mit der Pasta vor mir sah, aber gekocht auf dem Teller war es dann doch eine passende Portion, um satt zu werden. Ich habe noch angebratene Zwiebeln, Knoblauch, Sesam und eine frische Habanero darübergekippt, und diese Kombination hat, wie ich finde, super zusammengepasst. Über meine Pimp-Künste war ich allerdings nur sehr kurz stolz, denn dann habe ich gesehen, was Emma aus den Ramen gemacht hat. Danach wusste ich: Ich male mit Ketchup, sie mit flüssigem Van Gogh! UNGLAUBLICH! 😂😂😂 Seht selbst:
Tipps zum Pimpen
Zur Feier des Tages heute mal eine Pimpung, die nicht zwingend nach Geschmack, sondern eher nach der Optik ausgesucht wurde. Den grünen Teint liefern geröstete Algen, die Augen bestehen aus Ei und Oliven, der Mund ist eine getrocknete Tomate und Pinienkerne. Dann noch ein Blutstropfen aus Sriracha – fertig ist das Ungetüm. Und die Kartoffel ist einfach eine Kartoffel. Erst ein bisschen gekocht, dann im Ofen fertig gegart.







Uiuiui, Uneinigkeit im Testerteam! Das gab’s noch nie! 😱
Ich habe die Punktzahl Sam zuliebe auf 3 erhöht. Und ich muss heftigst widersprechen: Die Dinger schmecken für mich 0,0 wie Essig-und-Salz-Chips. Die mag ich nämlich auch gerne, und ich bin auch ein Essigdressingausschlürfer, aber die Nudeln hier haben damit so viel gemeinsam wie ein Kürbis mit einem Goldhamster. Finde ich total spannend, wie unterschiedlich wir das diesmal wahrnehmen. Da müsste wirklich ein unabhängiger Dritter mal probieren und sein Urteil abgeben. Wer meldet sich freiwillig? ^^
Du hast 100 pro heimlich Corona und schmeckst nix. 🤭
Sagt der Mann, der gerade eine Grippe überstanden hat. Deine Geschmacksnerven liegen wahrscheinlich alle noch krank im Bett. ^^
Ich wäre froh gewesen, wenn ich nix hätte schmecken müssen heute. 😁
🍜😋 Mmmhhh…