Nongshim Shin Ramyun Burger Hero
Burger Hero Cup K-Pop Demon Hunters Lebensmittel Nongshim Nudelsuppe Ramen Shin Ramyun
Schönes würziges Süppchen mit wenig Substanz.
Halloween naht mit großen Schritten. Was liegt also näher, als Dämonenjägernudeln zu testen? Genau: Gar nichts. Zum Glück gibt es ja heutzutage wirklich alles zu kaufen, so auch Dämonenjägernudeln, und zwar sogar einen ganzen Dreierpack, nützlich bei besonders starkem Dämonenbefall. Wir wollen heute für euch testen, ob diese Ramen auch funktionieren, wenn gerade keine Dämonen in der Nähe sind, vor allem aber wollen wir probieren, ob sie denn überhaupt schmecken.
Hersteller ist Nongshim, mit deren Produkten wir bisher überwiegend sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Sie haben jetzt eine limitierte Sonderedition auf den Markt gebracht, die ganz im Zeichen des sehr gehypten K-Pop Demon Hunters-Films steht. Die Umverpackung ist hübsch gestaltet, die drei Heldinnen des Films sind darauf zu sehen, einmal sehr entschlossen dreinblickend und einmal beim wilden Nudelschlürfen. Nett. 😊 Das Set beinhaltet drei Sorten, die jeweils einer der Protagonistinnen gewidmet sind: „Spicy Queen“ Mira Gourmet Spicy, „Burger Hero“ Zoey Hamburger Queen und „Superstar“ Rumi Spicy and Smoky. Heute werden wir erst mal die Nudeln der Burger-Heldin Zoey aus der Nähe betrachten. Wir hatten den Dreierpack für sehr günstige 3,99 Euro bei Amazon geschossen, bei den meisten anderen Händlern liegt er zwischen 5,99 und sogar 9,99 Euro. Einige Shops bieten auch die verschiedenen Sorten einzeln an, das ist vielleicht interessant für die Ramenfreunde, die nicht so gerne scharf essen und die wegen den spicy Sorten vom Kauf der gemischten Box abgesehen hätten.
So, jetzt aber zu Zoey und ihren Burger-Nudeln. Die Kombi klingt erst mal wild, aber warum nicht? Wir probieren alles, dafür sind wir da. Die Sorte wird online beworben mit „Herzhaft und umami mit Burger-, Tomaten-, Zwiebel- und Pfeffernoten sowie der charakteristischen würzigen Shin-Ramyun-Basis.“ Yummy! In dem Töpfchen sind außer den Nudeln noch Würzpulver und eine sogenannte gewürzte Eiweiß-Zubereitung. Allerhand Gemüse ist in pulverisierter Form verarbeitet: Tomaten, Zwiebeln, Rettich, außerdem sind Sojasoße und Shiitakepilze am Start. 100 Gramm vom unzubereiteten Produkt haben 421 Kalorien, ein Cup enthält 68 Gramm. So. Viel mehr gibt es nicht zu erzählen, dann mal ab in die Küche.
Zubereitung
Die Zubereitung ist so einfach, wie es nur sein kann: Den Deckel halb öffnen, das Pulvertütchen reinleeren, kochendes Wasser bis zur Markierung auf der Innenseite einfüllen, 3 Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen lassen, umrühren, fertig. Cup Noodles sind schon sehr praktisch.
Was einem beim Öffnen des Deckels zuerst auffällt, sind die erstaunlich großen Fakefleischbrocken. Nicht schlecht. Mal schauen, ob die hinterher tatsächlich wie Burger schmecken und sich auch im Mund so anfühlen. Besonders viele sind es allerdings nicht. Das Suppenpulver riecht wie Maggi Fix für Spaghetti Bolognese mit einem Touch von Käse. Sehr deftig. Kann mir schon vorstellen, dass das ganz lecker schmeckt.
Geschmack
Emma’s Meinung: Na hoppla, die sind aber überraschend scharf! Keine Chilischärfe, sondern ganz normale Pfefferschärfe. Aber richtig ordentlich, so dass es spürbar brennt in Hals und Mund. Geschmacklich sind sie auch alles andere als langweilig. Die Konsistenz von den Eiweißbällchen ist ein bisschen merkwürdig, ganz fluffig sind die, kaum Substanz zum Kauen. Und sie schmecken auch eigentlich nicht nach Hackfleisch, aber immerhin schmecken sie nach was. Gut und kräftig gewürzt. Die Brühe, in der das alles schwimmt, ist appetitlich braun und ausgesprochen deftig. Die Nudeln sind schön dünn und flutschig, perfekte Einlage für ein gutes, wärmendes Süppchen. Aber stand da nicht was von Burger? Wo isser? Den kann ich beim besten Willen nicht herausschmecken. Nach Bolognese schmeckt es auch nicht, das war nur der anfängliche Geruch.
Wie so oft kann ich auch hier wieder nicht sagen, wonach es nun genau schmeckt, keine Zutat und kein Aroma steht im Vordergrund. Aber es schmeckt schon ganz gut. Ich mag es viel lieber würzig als laff, und das ist hier definitiv der Fall. Sehr pfeffrig, und von den Aromen passt es gut in die kalte Jahreszeit. Erinnert mich an etwas, was man nach einem Spaziergang in der Kälte in einem Wirtshaus bekommen würde. Wärmend und herzhaft und schon eher mit westlichen Geschmacksnoten als mit asiatischen. Nicht atemberaubend toll, aber auch kein Reinfall. Ein solides Süppchen. Einlagen sind kaum vorhanden, außer den paar pflanzlichen Eiweißbällchen schwimmen noch ein paar Krümel Petersilie drin herum, sonst nix. Da wäre durchaus noch Raum nach oben gewesen, ein bisschen getrocknetes Gemüse hätten sie ruhig noch mit reinpacken können, und generell wäre eine etwas größere Portion auch nicht verkehrt. Mal gucken, wie wir das angemessen halloweenmäßig aufgemotzt kriegen.



Sam’s Meinung: Wenn man schon Ramen mit Burgergeschmack auf den Markt bringt, sollten sie auch tatsächlich nach Burger schmecken. Mit sehr viel Fantasie ließ sich das in der Soße erahnen. Aber auch nur, weil ich wusste, worauf das Ganze hinauslaufen sollte. Bei einer Blindverkostung wäre ich nie im Leben auf Burger gekommen. Alleine dafür gibt es schon mal einen Minuspunkt in der Wertung.
Was Nongshim auch schon deutlich besser konnte, sind die Nudeln. Bei anderen Sorten, wie den Super Spicy, bringen sie genau die Konsistenz mit, die ich mag: schön dick, schön flutschig. Die Pasta der Shin Ramyun Burger Hero erinnert mich eher an Mama oder YumYum. Das liegt vermutlich auch daran, dass sie nicht in einem Topf gekocht werden. Für die Zubereitung im Becher und eine Ziehzeit von nur drei Minuten sind dünnere Nudeln wohl die bessere Wahl.
Schlecht war die Sorte nicht, aber geschmacklich hätte ich mir deutlich mehr Burger-Aroma gewünscht. Die kleinen Hackfleisch-Imitate waren eine nette Idee, und die leicht scharfe Soße hatte eine gute Würze. Dafür fiel die Portion alles andere als sättigend aus. Nochmal würde ich sie nicht kaufen, dafür gibt es einfach deutlich leckerere und günstigere Ramen zur Auswahl. Mein persönliches Highlight kommt aber jetzt: Emmas Wurstfinger. Also nicht ihre eigenen, sondern die, die sie in die Schüssel gezaubert hat. Deshalb geht es jetzt schnell weiter mit ihren Pimptipps.
Tipps zum Pimpen
Es ist ja schließlich Halloween, die einzige Zeit im Jahr, wo man sein Essen ruhigen Gewissens mit Körperteilen garnieren kann. 🤭 Die Finger bestehen aus Würstchen und Zwiebeln, die Augäpfel sind irgendwelche leichenblassen asiatischen Gruselpilze (Achtung: Die sind nur durchgegart bekömmlich!) mit einer Yakiniku-Soße, die in der Flasche dunkler aussah, als sie letztendlich war, und somit leider nur bedingt zur Pupillenmalerei taugt. Dann zur Vollendung noch ein bisschen getrockneten Seetang drüber gebröselt, und das war’s auch schon.





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Ihhhh die Fingernägel! xD
Mhm. Da konnte man im wahrsten Sinne an den Nägeln kauen. 😁