Noodlicious Beef Flavour

Wenig beeindruckender Rindernudeltopf für Puristen und Sparfüchse.

Konfuzius hat ja bekanntermaßen mal gesagt „Wer Chicken testet, muss auch Beef testen“. Tja, und wer wären wir, wenn wie da widersprechen wollten? ^^ Und weil ja immer noch die Action-Aktion ist, wo einem die Noodlicious Instant Noodles im 10er-Pack quasi hinterhergeschmissen werden, probieren wir im Dienste der Wissenschaft selbstverständlich auch die mit Rindfleischgeschmack. Diese Sorte, wie auch die Noodlicious Chicken Flavour, hatten wir zum stattlichen regulären Preis von 28 Cent gekauft. Im Moment kriegt man 10 Pakete für 1,99 Euro – ob sich das lohnt oder ob man von dem Geld lieber eine lustige Fuggler-Sammelfigur kaufen sollte, wenn man eh schon beim Action ist, das werden wir jetzt gleich herausfinden. (Falls ihr euch fragt, was zum Kuckuck jetzt schon wieder Fuggler sind: Ihr seht sie gleich bei einem Gastauftritt auf den Fotos. Die fröhlichen kleinen Kerlchen, die ins Essen starren.)

Auch hier kann ich euch leider wieder nicht mit irgendwelchem dubiosen Hintergrundwissen zu den Nudeln begeistern: Das Produkt kommt aus Bangladesch, mehr weiß ich nicht. Die Zutatenliste lässt auf ein aromatisches Süppchen mit Frühlingszwiebeln, Schalotten, Knoblauch, Chili und Sellerie hoffen. Von Fleisch lese ich nichts, obwohl der Packungsaufdruck mit „Halal“ wirbt. Komisch. Apropos Packungsaufdruck: Das Bild ist das gleiche wie bei der Chicken-Variante, auch hier sieht man sich beim Serviervorschlag mit wenig ansprechenden, blassen Nudeln ohne alles konfrontiert.

Das fertige Gericht hat ein paar Kalorien weniger als sein geflügeliges Gegenstück, nur 85 pro 100 Gramm. Hoffentlich macht sich das nicht im Geschmack bemerkbar… Wobei, noch viel weniger Geschmack als die Chicken Flavour kann man eigentlich gar nicht haben, es sei denn, man besteht komplett aus Watte oder Wasser oder so. Auch dieses Tütchen ist wieder klein, mit nur 65 Gramm im Rohzustand. Mal abwarten, was es Schmackhaftes für uns bereit hält.

Zubereitung

Die Zubereitung ist rinderleicht: Nudeln und Pulver in eine Schüssel geben, 300 ml kochendes Wasser dazu, 3 Minuten zugedeckt ziehen lassen, umrühren. Da sind so wenige Komponenten dabei, da kann man eigentlich gar nicht viel verkehrt machen.

Die Brühe riecht wieder sehr schön würzig und kräftig. Aber dass das nichts heißen muss, haben wir ja letztes Mal schon gelernt – ein Geruch alleine macht noch kein gutes Essen. Wir schauen mal, wie sich das hier so entwickelt.

Geschmack

Emma’s Meinung: Hier haben wir wieder ein ganz ähnliches Phänomen wie bei den Chicken neulich: Die Brühe selber schmeckt eigentlich völlig okay, aber der Geschmack wird quasi komplett neutralisiert, sobald er in Kontakt mit den Nudeln kommt. Wahrscheinlich passt einfach das Verhältnis von Nudeln zu Suppe nicht, 300 ml Flüssigkeit sind auch echt nicht viel. Die Nudeln selber bringen eh kaum Geschmack mit, obwohl sie eigentlich vorgewürzt sein sollen und auch deutlich nach etwas riechen, wenn man die Packung öffnet. Nimmt man einen Löffel Brühe pur, schmeckt das durchaus wie ein ordentliches Süppchen, und sogar ein miniwinzigkleines bisschen pfeffrige Schärfe könnte man mit etwas gutem Willen erahnen. Aber das Gesamtpaket taugt leider nix. Insgesamt schmeckt es schon etwas besser und würziger als die Chicken, aber noch mal kaufen werde ich das mit Sicherheit auch nicht, dafür bietet es wirklich viel zu wenig.

Die Nudeln sind dünn und haben trotz der kurzen Ziehzeit nicht zu viel Biss, man muss allerdings gut rühren, damit auch die, die während der Zubereitung aus dem wenigen Wasser ragen, hinterher noch einigermaßen weich werden. Die Konsistenz geht in Ordnung, ist aber natürlich trotzdem Welten entfernt von einer herrlich flutschigen Buldak- oder Nongshim-Nudel. Hier haben wir auch wieder keinerlei Einlagen, kein Gemüse, kein Öl, keine lustigen Sojaknübbelchen, nur den Beutel mit dem sehr fein gemahlenen Pulver. Aber anders als bei den Chicken, bei denen ja wirklich gar nichts los war, schwimmen hier immerhin 2-3 mikroskopisch kleine getrocknete grüne Frühlingszwiebelpünktchen herum. Was fürs Auge, für den Geschmack eher nicht.

Insgesamt wenig Spaß für wenig Geld. Immerhin der Preis ist ein Pluspunkt. Und als Grundlage für ein ordentlich gepimptes Ramengericht eignet es sich sogar ganz gut, da muss man jedenfalls keine Angst haben, den Originalgeschmack zu verderben oder zu übertönen, wenn gar kein Originalgeschmack vorhanden ist.

Sam’s Meinung: Weil Emma das Review vorbereitet hat und ich dadurch noch etwas Luft hatte, bin ich nochmal beim Action vorbeigehüpft. Zwei Fuggler‑Sammelfiguren eingesackt – und ganz ehrlich: Die kann ich um Längen mehr empfehlen als die Noodlicious Beef Flavour. Warum? Die Fuggler sind spannend, weil im Tütchen eine Überraschung steckt. Waku, Waku! Das Noodlicious-Tütchen dagegen? Laaaaangweilig – ein Esslöffel Pulver und das war’s. Die Fuggler machen auch nach fünf Minuten noch Spaß. Die Noodlicious Beef Flavour? Aufgegessen, vergessen, weitergehen, hier gibt’s nichts zu schmecken. Zumindest echt wenig im Vergleich zu anderen Ramen wie den YumYum Beef oder den Mr. Wang Rind vom Netto.

Klar, mit 28 Cent beziehungsweise 1,99 Euro für das aktuell angebotene 10er-Pack sind die Noodlicious super günstig, aber wie bei den Chicken Flavour kann ich mich nur wiederholen: Das ist alles extrem basic. Dünne, simple Nudeln und ein bisschen Wasser mit Geschmack. Kein Gemüse, kein Öl, es schmeckt wie eine leichte Rinderbrühe mit Pasta. Immerhin nicht ganz so fad wie die Chicken-Sorte, aber auch nicht weltbewegend lecker. Hier muss echt gepimpt werden, damit man bei dem Portiönchen überhaupt etwas im Magen hat und weil das Emma am besten kann, gebe ich zurück an die Königin der kulinarischen Aufmotzung.

Tipps zum Pimpen

Kräftig-deftig sollte es heute sein, also schnell die gute Mettwurst gezückt, kleingeschnibbelt und mit einer Zwiebel angebraten. Dann noch ein paar kurz angedünstete Zuckerschoten dazu, kleine Maiskölbchen, Röstzwiebeln, Chilisalz, Sriracha. Das war tatsächlich erstaunlich lecker, die Nudeln hätte man eigentlich gleich ganz weglassen können. 😁


Fazit

Schärfe

Preis (UVP)

0,28 €

Wertung   (0 - 10)

4
Geht so
Emotion neutral
Emma

Emma

Kaufe oder esse oder fotografiere alles, was sich nicht schnell genug retten kann - je nach Situation. Stellt mich einfach irgendwo am Meer ab und ich bin glücklich. 😊

Das könnte dich auch interessieren


Beliebte "Yummy und Spicy" Beiträge


Schreibe einen Kommentar

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Wir freuen uns auf dich!

Schweinchen