Asia Green Garden Ramen Hot Chicken Carbonara
Asia Green Garden Chicken Feurige Ramen Nudeln Hot Chicken Carbonara Lebensmittel Ramen Spicy Stir Fry
Absolut keine Konkurrenz für Buldak.
Wenn irgendwo „Neu“ dransteht und es in seiner Aufmachung den geliebten Buldak Carbonara ähnelt, dann wird das aber mal sowas von gekauft, das ist doch wohl klar! Die Rede ist von den neuen Instant-Ramen von Aldi, zumindest Aldi Süd, wie es im Norden aussieht, weiß ich leider nicht. Aus dem Regal haben sie mich angelacht, ich habe zurückgelacht, gesagt „Oh, wer seid ihr denn?“, und direkt mal ein paar Packungen zwecks schnellstmöglicher Testung in den Wagen gepackt. Die Nudeln bestechen mit dem griffigen Namen „Asia Green Garden Feurige Ramen Nudeln Hot Chicken Carbonara Korean Style“, einem aufgedruckten Hühnchen, das aussieht wie eine pummelige Variante vom guten alten Hochi (der wird übrigens aus Kostengründen abgeschafft und durch ein komisches Küken ersetzt, habt ihr das gelesen? Skandal!) und einem erstaunlich guten Nutri-Score von C. Mal gucken, ob sie trotzdem schmecken. ^^
Erfreulich viel drin ist auf jeden Fall: Ein ordentliches Nettogewicht von 138 Gramm, das ist sogar noch ein bisschen mehr als bei Buldak. Die Menge Nudeln ist allerdings mit 100 Gramm gleich, das Pulver auch, nur das Tütchen Soße ist ein bisschen schwerer. So, dann wisst ihr das jetzt auch, falls euch mal jemand fragen sollte. 😁 Hergestellt wird das Produkt in China, welcher Produzent da genau hintersteckt, konnte ich nicht herausfinden. Samyang ist es jedenfalls nicht, die produzieren nicht in China.
Ein Blick auf die Kalorientabelle verrät uns: 100 Gramm vom zubereiteten Produkt haben 134 Kalorien, eine Portion ergibt 258 Gramm. Die Zutatenliste verspricht Spannendes, unter anderem findet man im Soßenbeutel neben süßen Komponenten wie Maismalzsirup und Zucker auch Soja in allen möglichen Manifestationen, Shiitakepulver, Chili, Ingwer und sogar Garnelenpulver. Das Topping ist ein sogenanntes Käsehalbfabrikat, es besteht im Gegensatz zum Buldak-Pulver tatsächlich aus richtigem, echtem Käse. Bin gespannt, wie sich das geschmacklich auswirkt. So, viel mehr gibt es auch erst mal gar nicht zu schreiben, stürzen wir uns direkt mal hinein ins hoffentlich käsig-scharfe Nudelvergnügen.
Zubereitung
Die Nudeln in 600 ml kochendes Wasser geben, 5 Minuten lang kochen. Das Wasser abgießen bis auf 120 ml – ja, tatsächlich so viel. Wenn die das sagen, machen wir das. Soße und Pulver hinzugeben, umrühren, fertig. Sie geben noch den freundlichen Hinweis, dass man den Schärfegrad durch die Menge der zugegebenen Soße dosieren kann. Ist ja’n Ding… Wir hauen natürlich die komplette Packung rein, wird schon nicht so heftig werden.
Die Nudeln sind vergleichsweise breit, das zurückbehaltene Wasser ist richtig, richtig viel, die dümpeln quasi darin herum. Hoffentlich wird der Geschmack nicht zu sehr verdünnt. Die Soße… ich weiß es nicht. Das von der Packung abgeschleckte Probetröpfchen haut einen jetzt nicht so richtig vom Hocker. Und wenn sich dann die Soße zu den Nudeln und den Wassermassen ergießt, riecht es recht eigentümlich. Nach Tabak oder grünem Tee oder so? Schwer einzuordnen, jedenfalls nicht besonders appetitanregend. Aber ein Hoch auf das Käsepulver, das ist wirklich Käsigkeit in Reinform. Macht auch die Soße gleich ein ganzes Stück sämiger.
Geschmack
Emma’s Meinung: Hm, tja. Ungewohnt… Ich hatte eigentlich gehofft, die würden sich nicht nur beim Packungsdesign, sondern auch beim Geschmack zu Buldak hin orientieren. Das tun sie gar nicht, und zwar wirklich GAR NICHT. Absolut kein Vergleich, die schmecken wirklich komplett anders. Schade, also leider keine günstige Buldak-Alternative. Aber wie schmecken sie denn nun? Käsig, das auf jeden Fall. Der echte Käse in der Soße und im Pulver macht sich deutlich bemerkbar. Und ein gewisses Raucharoma ist zu erkennen, ansonsten erkennt man nicht viel, und Hühnchen schon mal gar nicht.
Geschmacklich sind sie vielleicht von den hier getesteten Sorten noch am ehesten zu vergleichen mit den Youmi, allerdings nicht so scharf. Und eigentlich gehen sie auch nur ganz vage in die Richtung, die Youmi schmecken 1000x spannender und besser. Hier ist eine für mich massive Störnote vorhanden, ich kann es nicht richtig greifen, aber es erinnert mich wirklich an den Geruch von Tabak. Ein Lob sei aber ruhig mal erwähnt für die Konsistenz, die Soße ist sehr schön schlotzig und rahmig und ummantelt die Nudeln aufs Vortrefflichste. Und die Ramen selber sind auch sehr in Ordnung, breit und bissfest, die machen Spaß beim Essen.
Schärfe ist ansatzweise vorhanden, aber nichts, was echte Chiliheads und Buldak-Fans auch nur ein müdes Lächeln entlocken könnte. Wer empfindlich ist, kann natürlich die Soße sparsamer dosieren, aber für mein Empfinden ist das eher nicht nötig. Die Portion ist schön groß und sättigend, Einlagen in Form von Gemüse- oder sonstigen Stückchen gibt es jedoch nicht. Insgesamt: Man kann’s essen, muss man aber nicht. Es ist nicht abscheulich oder so, aber ein Genuss ist es halt auch nicht. Schade.



Sam’s Meinung: Wenn man schon die Samyang Carbonara kopieren möchte, muss man sich auch am Original messen und da kommt Aldi echt nicht ran. Weder die Nudeln noch die Soße können hier mithalten. Wenn ihr euch bei der Zubereitung fragt, wie viel Wasser ihr abgießen müsst, damit 120 ml übrigbleiben, hier ein Tipp: Während ich Ramennudeln koche, brate ich parallel meine Zutaten in einer großen Pfanne an. Sobald die Nudeln fertig sind, schütte ich das Wasser weg, werfe die Nudeln in die Pfanne, gebe die erforderliche Wassermenge dazu und rühre alles ordentlich zusammen. Ich habe mich, wie bei den Samyang, für acht Löffel Wasser statt der angegebenen 120 ml entschieden. Sonst wäre mir die Soße bestimmt zu wässrig gewesen, und ich muss sagen: Das war von der Sämigkeit (wegen Sam und so… 🤭) genau richtig.
Schärfe war dezent vorhanden, aber dieses „VORSICHT MIT DER SOSSE! KÖNNTE ZU SPICY WERDEN!„-Geschwafel auf der Verpackung ist, wie so oft, komplett übertrieben. Mir geht’s wie Emma: Youmi haben deutlich mehr zu bieten und an die Samyang Carbonara kommen die Asia Green Garden sowieso nicht ran. Da fehlt der Sosse einfach das gewisse Etwas. Ich bin auch mehr ein Fan von dickeren Ramen, die hier waren nicht schlecht, aber eher wie Bandnudeln. Dafür war die Portion ordentlich. Insgesamt nicht übel, aber auch nicht super gut. Ein akzeptables Mittelfeld würde ich sagen. Mit ein paar Extras wird das Ganze schon brauchbar. Also Bühne frei für Emmas Pimp-Tipps:
Tipps zum Pimpen
Carbonara, wie man sie so kennt aus dem echten Leben, ist ja mit Speck und Ei. Also gibt’s das heute auch als Einlage: Schinkenstreifen mit Schalotten, gekrönt von einem fröhlichen Spiegelei. Untendrunter versteckt sich noch eine Scheibe Schmelzkäse. Von der sieht man nix, da müsst ihr mir einfach glauben, dass sie da ist. Dann hab ich wegen der Optik und zum Abrunden noch ein bisschen schwarzen Sesam draufgestreut, frittierten Knofi und ein wenig Chilipulver. Zack, fertig.






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