Nongshim Shin Ramyun Tom Yum Flavour
Lebensmittel Nongshim Nudelsuppe Ramen Shin Ramyun Spicy Tom Yum
Korea, Thailand und eine uralte Sterneköchin in einem Gericht vereint.
Wir haben ja jetzt schon einiges vom sehr produktiven koreanischen Nudelhersteller Nongshim getestet, und das meiste davon hat uns richtig gut geschmeckt. Und auch der Tom Yum-Geschmack ist uns nicht fremd. Schauen wir uns heute mal an, was die Kombination aus beliebter Marke und beliebtem Geschmack so taugt. Die Sorte wurde 2023 entwickelt, in Zusammenarbeit mit der michelinsterngekrönten thailändischen Street Food-Ikone Jay Fai – kurzer Exkurs, wen es interessiert: Supinya Junsuta, so der richtige Name der Köchin, war schon über 70 Jahre alt, als sie 2018 mit ihrem kleinen Imbiss als erste Street Food-Köchin weltweit einen Michelinstern erhielt. Sie kannte den Preis gar nicht und musste überredet werden, überhaupt bei der Verleihungszeremonie teilzunehmen. ^^ Das Restaurant erfreut sich seitdem noch größerer Beliebtheit als ohnehin schon, Jay Fai arbeitet dort immer noch als Küchenchefin, mit ihrer charakteristischen Schutzbrille und mit mittlerweile über 80 Jahren, die Speisen werden nach wie vor traditionell nach mündlich überlieferten Rezepten an offenen Feuerstellen zubereitet.
Und nun strahlt uns diese Dame also von unserer Nudelpackung an. Inwieweit sie tatsächlich an der Rezeptentwicklung beteiligt war, weiß ich nicht. Angeblich ging es weit über das reine Marketing hinaus, es gab einen detaillierten kulinarischen Austausch, und die Nongshim-Geschmacksentwicklungsforscher waren auch mehrmals in ihrem Restaurant zu Besuch, „um ihre Techniken zu studieren und ihre authentischen Geschmacksprofile zu verstehen“. Der Geschmack beruht auf ihrem legendären Kochstil, heißt es. Berühmt ist sie eigentlich gar nicht so sehr für Tom Yum, sondern ihr bekanntestes Highlight sind Krabbenomelettes. Aber pack mal ein Krabbenomelette in eine Instantnudelpackung… 😉 Die Shin Ramyun Tom Yum gibt es in zweierlei Varianten, nämlich als Suppe, die wir hier heute probieren werden, und als Stir Fry-Gericht. Ziel war es, den typischen scharfen Geschmack der koreanischen Kultnudeln mit der säuerlich-pikanten Note des beliebten thailändischen Klassikers zu verschmelzen. Gucken wir mal, ob das gelungen ist. Je länger ich hier darüber schreibe, umso größer wird die Lust, das sofort zu essen. Klingt so lecker!
Was ist denn da so alles drin? Ziemlich viel, nämlich ganze 123 Gramm. Das verspricht eine gute, sättigende Portion zu werden. Neben den Nudeln sind verschiedene Beutelchen am Start: Würzpulver, getrocknetes Gemüse und Tom Yum-Paste. Gewürze unter anderem: Pfeffer, Chili, Knofi, die Tom Yum-Paste enthält Zitronengras, Ingwer und Fisch. Bei den getrockneten Komponenten finden wir Shiitake, Karotten, Pak-Choi und diese lustigen kleinen Fake-Fleischstückchen aus pflanzlichem Eiweiß. Kalorienmäßig alles im gewohnten Rahmen, 407 kcal pro 100 Gramm. So weit, so gut. Dann schnell in die Küche und hoffen, dass das alles so gut schmeckt, wie es sich liest.
Zubereitung
500 ml Wasser zum Kochen bringen, Nudeln, Würzpulver und getrocknetes Gemüse hinzugeben, 4 1/2 Minuten kochen lassen. Dann die Paste einrühren, und fertig ist das Leckerschmeckerchen.
Die Brühe riecht erst mal so, wie man es von den normalen Shin Ramyun gewohnt ist, angenehm aromatisch nach Paprika und Chili, eigentlich gar kein Unterschied zu sonst. Die Gemüsebrocken sind vielfältig und bunt, das Nudelpaket kommt wieder in der für Nongshim typischen runden Form daher, die super in den Topf passt. Die Paste riecht für sich genommen erst mal ganz anders, als ich es erwartet hätte, aber im Zusammenspiel mit den restlichen Zutaten kommt dann auch der bekannte säuerliche Geruch zum Vorschein.
Geschmack
Emma’s Meinung: Shin Ramyun schmecken ja eigentlich immer gut. (Erinnert mich dran, dass wir da noch dringend ein Review schreiben müssen! Shin Black!!) Die Nudeln sind klasse, die Gemüsestücke richtig groß und zahlreich, der Geschmack sehr schön würzig und prägnant. All das ist hier auch wieder der Fall, aber nicht nur das: Hier kommt durch die Tom Yum-Paste noch ein zusätzlicher Faktor hinzu, der den Geschmack noch um eine Nuance erweitert. Das typische Shin Ramyun-Aroma ist deutlich da, aber Zitronengras, Limetten und die Chilis bringen noch dazu eine säuerlich-scharfe Komponente ins Spiel, die das Ganze in eine komplett andere Richtung schickt. Die Nudeln sind gewohnt gut, schön bissfest und nach ein paar Minuten schon bis oben hin vollgesaugt mit Soße und von einer hervorragenden Flutschigkeit. Die Suppeneinlagen sind dank ihrer Größe gut wahrnehmbar und gehen nicht unter im Gesamtgefüge wie bei vielen anderen Herstellern. Da merkt man richtig, auf was man da gerade herumkaut. Schärfe ist durchaus vorhanden, aber noch im unkritischen Bereich. Man spürt es beim Essen und auch noch eine Zeit danach, Zunge und Mundwinkel brennen schon ein bisschen, aber es ist problemlos zu bewältigen und gar kein Vergleich zu den heftigen Super Spicy.
Aber trotzdem hab ich den Eindruck, dass irgendwas fehlt. Mir schmecken sowohl die normalen Shin Ramyun als auch die MAMA Shrimp Creamy Tom Yum besser, letztere sogar um Welten besser. Es schmeckt durchaus gut, so ist es nicht. Die Kombination ist gelungen, nichts stört oder sticht unangenehm hervor. Aber das letzte Fitzelchen, das ein gutes Ramengericht zu einem grandios guten Ramengericht macht, das haben sie verpasst. Kann jetzt auch gar nicht genau sagen, was man hätte anders machen sollen. Aber so bleibt neben einem gut gefüllten Magen doch ein kleines Eckchen nicht ganz gefülltes Ramenliebhaberherz. Mir kam allerdings zu Ohren, dass man das auch ganz anders sehen kann – ich übergebe hiermit feierlich an Sam.



Sam’s Meinung: Bei Nongshim wird man so gut wie nie enttäuscht. Die wissen einfach, wie man richtig gute Ramengerichte macht. Auch die Shin Ramyun Tom Yum Flavour haben mich wieder voll überzeugt. Wie gewohnt sind die Nudeln ein Traum. Schön dick, geschmeidig und mit perfekter Konsistenz. Es gibt keinen anderen Hersteller von Ramensuppen, bei denen ich die Schlürfstreifen so yummy finde. Auch beim zusätzlichen Gemüse punktet Nongshim wieder, weil hier einfach mehr vorhanden ist, als es oft bei der Konkurrenz der Fall ist.
Die Soße fand ich fantastisch. Die Schärfe in Kombination mit der fruchtigen Zitronennote ist echt superlecker. Davon kann ich gar nicht genug bekommen, deshalb hatte ich mir auch letztens einen 20er-Pack der MAMA Shrimp Creamy Tom Yum bei Amazon bestellt und inzwischen schon wieder komplett verputzt. Für mich liegen bei der Soße beide gleichauf: Die MAMA-Variante ist etwas intensiver, dafür sind die Nongshim deutlich schärfer. Da Emma ursprünglich eine 7 vergeben wollte und ich bei einer 9 lag, haben wir uns schließlich auf eine 8 geeinigt. Aber was ist schon eine 8, wenn man gerade den 100. Beitrag geschrieben hat? Herzlichen Glückwunsch, liebe Emma und vielen Dank für deine unterhaltsamen Texte und grandiosen Fotos. 🥳🎉
Tipps zum Pimpen
Oh, vielen Dank für die Glückwünsche und die lieben Worte. Wie nett. 🥰 Ich bin nach wie vor glücklich wie ein frisch paniertes Toastbrot, hier mit an Bord zu sein, und freu mich schon auf die nächsten 100!
Jetzt aber zurück zum Thema, hier geht es ja schließlich ums Pimpen und nicht um die olle Emma. Ich hatte noch ein paar Tiefkühl-Shrimpselchen hier rumfliegen, die habe ich mit Sesamöl und Chili angebraten. Dazu gab es noch den einen oder anderen Champignon, Blattspinat und ein gekochtes Ei. Das Ganze ordentlich würzen mit frittiertem Knoblauch und Chilipulver. Zack, fertig.






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