Samyang Buldak Cream Carbonara
Buldak Chicken Cream Carbonara Lebensmittel Ramen Samyang Scharf Stir Fry
Cremige Schärfe mit Lieblingsnudelpotential.
Heute ist ein guter Tag, denn heute gibt es Buldak! Yay! Die Carbonara sind ja nach wie vor meine erklärten Lieblingsnudeln, aber das hält mich natürlich nicht davon ab, auch andere Sorten zu probieren. Heute landen bei uns mal die Cream Carbonara auf dem Teller und im Magen. Ich dachte eigentlich, als ich sie vor ein paar Monaten zum ersten Mal bestellt hatte, die wären neu und toll und limitiert. Stellt sich heraus: So neu sind sie gar nicht. Gibt es laut Wikipedia tatsächlich schon seit 2019. Und was an der Sorte limitiert ist, weiß ich auch nicht so genau. Es gibt sie ja anscheinend ganz normal und immer zu kaufen. Aber wurscht, da will ich mich gar nicht beschweren. Sie sind also weder neu noch limitiert, aber toll sind sie definitiv. 😊
Kurz noch was zum Hintergrund, wen es interessiert: Samyang, der koreanische Hersteller von den tuften Nüdelchen, war 1997 so gut wie pleite und musste Insolvenz anmelden. Aber dann! Dann erfanden sie 2012 die erste Buldak-Sorte, die Hot Chicken Flavour Ramen. Buldak ist übrigens ein koreanisches Nationalgericht, bedeutet übersetzt Feuerhuhn, ist ganz schön scharf und besteht aus frittiertem oder gegrilltem Hühnchen und einer Soße mit Chili, Ingwer und Knoblauch. Das Ganze in Ramenform gepresst brachten sie also auf den Markt – ohne großen Erfolg. Tja. Bis dann 2014 ein YouTuber die sogenannte Fire Noodle Challenge ins Leben gerufen hat, bei der es im Wesentlichen darum geht, genau diese Nudeln zu essen und sich dabei zu filmen. Und dann ging’s aber mal so richtig los! Die Marke wurde immer bekannter und beliebter, mit dem Erfolg kamen dann auch diverse neue Sorten, um die 20 gibt es mittlerweile, aber nicht alle davon sind hierzulande zu bekommen. Mittlerweile macht Samyang eine Milliarde Umsatz im Jahr und sie exportieren die Buldak-Ramen in über 100 Länder. Ramen machen reich! Gut, das mag jetzt vielleicht nicht für jeden zutreffen. Aber Ramen machen glücklich. Das auf jeden Fall.
Der Aufdruck auf der Packung bedeutet übersetzt je nach Lust und Laune des Google-Übersetzers „Frischkäse“, „Molkerei“ oder „Butterstraße“. Andere Schriftzeichen weigert er sich komplett zu übersetzen. Macht aber nix. Wichtig ist ja nicht, was da draufsteht, sondern uns interessiert ja eher, was drin ist und wie es schmeckt. Drin ist unter anderem Folgendes: In der Soße direkt Zucker als 2. Zutat nach Wasser, das verspricht also ein süßes Vergnügen zu werden. Außerdem Käsepulver, Hühneraroma, Vollmilchpulver, Paprika, Zwiebel, Knofi, Chili… Plopp, da ist ein kleiner Sabbertropfen auf die Tastatur geplumpst… Neben der Soße und den Nudeln ist auch noch ein Pulver dabei, das aus Milch, Zucker, Sahne und verschiedensten Käsesorten besteht. Es klingt so gut! Die Schärfe ist online mit 2.000 Scoville angegeben, das wäre ein bisschen weniger als die normalen Carbonara, die haben 2.600. Und natürlich viel, viel weniger als die fantastisch leckeren 2x Spicy. 😋 Ist aber immer noch ein ordentlich hoher Schärfegrad, zumindest auf dem Papier. Wie es sich im Mund anfühlt, sehen wir jetzt!
Zubereitung
Zubereitet werden die sahnigen kleinen Scheißerchen wie folgt: 600 ml Wasser zum Kochen bringen, die Nudeln hineingeben und 5 Minuten kochen lassen. Das Wasser abschütten bis auf 8 Esslöffel. Dann die Soße und das Pulver hinzugeben, umrühren, aufessen.
Die Nudeln sind, wie auch bei Nongshim üblich, zu einem runden Klumpen komprimiert, der wunderbar in den Topf passt. Sehr gut! Sonst sind die Buldak in der Regel eckig, so dass man sie mit ein bisschen Nachdruck in den kleinen Topf stopfen muss. Das gibt schon mal ein paar Extrapunkte beim Kocherlebnis. Ein Probiertröpfchen lässt erahnen: Die Soße ist ähnlich wie die von den normalen Carbonara, auch ähnlich scharf, wenn auch tatsächlich etwas süßlicher. Aber der große Gamechanger muss dann das Käsepulver sein, denn so ist der Unterschied bis jetzt noch nicht so extrem groß. Das Pulver riecht angenehm käsig, auf dezente Art. Kein strenger Käsegestank, eher milchig mit einem leichten Käsetouch. Mal schauen, wie sich das alles so im Zusammenspiel fügt.
Geschmack
Emma’s Meinung: Oh heilige Cremigkeit, sind die lecker! Sind meines Erachtens gar nicht viel milder als die Carbonara, sondern kommen mit einer sehr ordentlichen Spicyness daher. Die Schärfe verschmilzt mit dem süßen Sahne-Käse-Aroma zu einer ganz hervorragenden Mischung. Da ist kein Gewürzmolekül am falschen Fleck, perfekt abgestimmt und einfach nur himmlisch lecker. Mit Sicherheit werden ungeübte Schärfeesser ein bisschen die Krise kriegen, vor allem, wenn sie denken, das ist cremige Carbonara und bestimmt ganz sahnig mild. Ist es nicht! Es steht ja immer noch Hot Chicken Flavour drauf. Und hot ist es in der Tat. Vielleicht bin ich heute etwas empfindlich, aber ich finde, die haben echt ganz schön Feuer im Gepäck. Gut so! Die Nudeln selber sind, wie immer bei Buldak, sehr schön dick und elastisch, gar nicht labberig, sondern fest und mit viel Oberfläche, um die unendlich leckere Soße an sich haften zu lassen.
Man könnte höchstens bemängeln, dass keine Gemüsestückchen oder sonstigen Einlagen drin sind. Bisschen Petersilie ist dabei, aber von der merkt man geschmacklich nichts. Aber es fehlt halt auch nichts. Das Gericht ist perfekt, so wie es ist, und alles weitere würde nur vom köstlichen Geschmack ablenken. Kalorientechnisch geht es eigentlich: Nur 405 pro 100 Gramm, da hätte ich bei dem ganzen Zucker und Käsegedöns mehr erwartet. Umso besser. Schlank machen sie zwar trotzdem nicht, aber das ist ja auch nicht ihr Job. ^^ Es ist eine gute, sättigende Portion. 140 Gramm im Rohzustand, davon 100,5 Gramm Nudeln, da hat man schon einen ordentlichen Batzen auf dem Teller. Ich habe mich gerade offiziell verliebt in diese Ramen und lade sie ein, auf dem Lieblingsnudelthron neben den guten Carbonara Platz zu nehmen. Und jetzt bin ich gespannt auf die Meinung vom meinem Lieblingssam.



Sam’s Meinung: Da hat Samyang wieder einen rausgehauen! Ich hätte nicht gedacht, dass sie ihre originalen Carbonara noch übertreffen können, aber die Cream Carbonara sind tatsächlich noch etwas leckerer. Der Käsegeschmack kommt richtig gut zur Geltung und vermischt man die Nudeln mit der Soße, entsteht eine Cremigkeit, die kaum zu übertreffen ist. Mit ihren bereits erwähnten 2.000 Scoville liegen sie leicht unter der Schärfe von Tabasco, der mit 2.500 bis 5.000 SHU angegeben wird. Für meinen Geschmack hätten sie gerne noch etwas feuriger sein dürfen, aber selbst ist der Mann: Ein paar frische Habaneros dazu, und schon passt das Ganze.
Die Cream Carbonara übertreffen zwar nicht meine Samyang-Lieblingsramen, die 2x Spicy, aber sie katapultieren sich auf einen absolut verdienten zweiten Platz. Meist nutze ich Ramen als Grundlage und peppe sie mit Leckereien auf, aber diese Sorte ist so gut, dass ich sie auch ohne alles sofort verputzen könnte. Ein paar Zwiebeln, etwas Knoblauch, Hähnchenstreifen und Sesam habe ich aber trotzdem angebraten. Von mir aus dürfte Samyang gerne alle ihre Ramen rund formen, dann passen sie perfekt in meinen Kochtopf. Diese Sorte hat absolut alles richtig gemacht: Ich bin vollgefuttert, zufrieden und offiziell auf Wolke sieben im Ramen-Himmel.
Tipps zum Pimpen
Eigentlich wäre hier absolut kein Aufmotzen nötig. Aber das wusste ich ja vorher nicht, deshalb hab ich natürlich schon einiges vorbereitet. ^^ Extra etwas herzhaftere Sachen, um der vermuteten Süße ein wenig entgegenzusteuern. Letztendlich war es dann gar nicht so extrem süß, aber da müssen wir jetzt halt durch, das Zeug liegt ja schon hier rum: Gebratene Chorizoscheiben sind am Start, Lauch und leckere Ramen-Eier. Wie man die zubereitet, wird netterweise hier erklärt. Guten Appetit!






Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.
Wir freuen uns auf dich!