Samyang Buldak Habanero Lime
Buldak Chicken Habanero Lime Lebensmittel Ramen Samyang Stir Fry
Wenn zwischen Fruchtigkeit, Schärfe und Säure irgendwas auf der Strecke bleibt.
Draußen ist es eisig und fies, der Winter dauert schon viel zu lange. Was macht man da am besten? Genau, sich aufwärmen. Manchmal helfen alle Wärmedecken, Heizlüfter und beheizbaren Kleidungsstücke nichts, manchmal muss man sich anders wärmen. Von innen! Mit scharfem Essen!! Und wenn das dann auch noch fruchtig und sommerlich frisch schmeckt, umso besser. Tschüss, oller Winter, wir essen uns jetzt mit Buldak Habanero Lime in die Wärme, du kannst uns gar nichts!
Der Hersteller selber wirbt damit, dass diese neuere Sorte (auf den Markt gebracht 2021) zwei prägnante Geschmacksrichtungen kombiniert: Die feurige Hitze von mexikanischen Habaneros und den Säurekick von Limetten. Scharf, pikant und frisch soll es werden, heißt es. Habaneros hauen schon ziemlich rein mit ihrer Schärfe. Unser Chilihead Sam mampft sie regelmäßig, während sie mir je nach Tagesform fast schon ein klitzekleines bisschen zu heftig sind. 100.000 – 350.000 Scoville haben sie im Gepäck, das ist eine ganze Menge. Aber sie sind nicht nur scharf, sondern bringen auch einen ganz charakteristischen fruchtigen Geschmack mit, der hier gepaart wird mit der zitrussigen Säure von Limetten.
Außerdem mit an Bord: Koriander. Ach du liebe Zeit, ausgerechnet… Dieses komische garstige Seifenkraut, das so ungefähr jedes Gericht verdirbt, mit dem es in Berührung kommt. Aber hier kann ich schon mal dezent Entwarnung geben, bevor ihr vor lauter Schreck gar nicht mehr weiterlest: Man merkt zum Glück nichts von ihm. Ich hatte diese Ramen früher schon mal, ohne zu wissen, dass er da enthalten ist, und es hat kein Stück nach Koriander geschmeckt. Gleich beim Testessen mal schauen, ob man ihn bemerkt, wenn man sich doll darauf konzentriert. Hauptzutat der Soße ist überraschenderweise Tomatenketchup, ansonsten sind unter anderem noch künstliches Hühneraroma, Zwiebeln und Knoblauch enthalten. Auch ein Beutelchen mit getrockneten Gemüseflakes liegt bei, bestehend aus Karotten, Kohl und Pak Choi. Lecker! Die Portion besteht aus 135 Gramm und aus 510 Kalorien.
Was die Spicyness angeht, schreibt Buldak selber, dass sie vergleichbar ist mit den Original Hot Chicken Flavor. Aber, schreiben sie, die Schärfe kommt in Wellen. Man bekommt nicht den vollen Schärfehammer auf den Kopf gewummert, sondern es wird abgemildert und erträglicher gemacht durch die Limette. So wären die Habanero Lime selbst für Ramenfreunde, die nicht so häufig scharf essen, geeignet. Schreiben sie. Wir werden gleich eigenhändig probieren, ob da was dran ist. Als Tipp geben sie noch, dass man, um den Schärfegrad noch zu verringern, weniger von der Soße nehmen oder Käse, Eier und Milchprodukte hinzufügen kann. Es gibt übrigens eine Wikipedia-Seite für die ganzen Buldak-Sorten mit einer Übersicht über die Spicyness. Dort steht, dass die Habenero Lime nur lächerliche 2629 Scoville haben, während die Originalen doch immerhin mit 4404 reinhauen. Also eigentlich kein Vergleich. Wie dem auch sei: Wir essen das jetzt. Ab in die Küche!
Zubereitung
Die Nudeln und die Flocken in 350 ml kochendes Wasser geben und 5 1/2 Minuten kochen. Hier unterscheidet sich die Zubereitung ein wenig von dem, wie wir es von Buldak gewohnt sind: Das gesamte Wasser verbleibt im Topf, es muss nichts abgeschüttet werden. Am Ende der Kochzeit nur noch die Soße hinzugeben, umrühren und genießen.
Zwei Dinge fallen auf. Das Erste sind die sehr schön großen Gemüsestücke, das Zweite: Bei der geringen Wassermenge sind die Nudeln kaum mit Flüssigkeit bedeckt und man muss ab und zu umrühren, damit sie gleichmäßig gegart werden. Ich würde einfach mal behaupten, es spricht nichts dagegen, dass man sie mit mehr Wasser kocht und dann am Schluss etwas abgießt, bevor man die Soße dazugibt. Apropos Soße: Die riecht gewohnt nach Buldak, aber mit einem Twist. Da ziehen einem Gerüche in die Nase, die deutlich frischer sind als üblich. Das unverdünnt vom Beutel abgeschleckte Probetröpfchen verheißt durchaus eine ordentliche Schärfe und brennt noch nach, während ich schon die Fotos vom fertigen Gericht mache. Gut so!
Geschmack
Emma’s Meinung: Erster Eindruck: Joah, das ist schon ganz lecker, scharf und frisch und alles, aber irgendwas fehlt. Ich habe komischerweise den Eindruck, als müsste ich nachsalzen. Nicht, dass es laff wäre oder ungewürzt, aber irgendwie… 🤔 Hm. Da hatten alle anderen Buldak-Sorten bisher mehr Tiefe und Substanz. Der Geschmack hier ist zwar auch sehr einzigartig und definitiv mit hohem Wiedererkennungswert, aber so richtig, richtig überwältigend finde ich es nicht. Die schön bissfesten, dicken Nudeln werden wunderbar mit der reichlich vorhandenen Soße ummantelt, es ist ein herrlich schlotziges Schlürferlebnis. Und die Soße ist schon auch lecker, eine moderate Schärfe ist durchaus vorhanden, es britzelt angenehm auf der Zunge und in den Mundwinkeln, aber auch hier muss ich wie immer sagen: Kein Vergleich mit den absolut spitzenmäßigen 2x Spicy, sowohl was den Wumms als auch das gesamte Esserlebnis angeht.
Was den Koriander betrifft, kann man ihn schon wahrnehmen. Ich hatte ihn damals nicht als Koriander identifiziert, aber ein fremdes Aroma ist da im Hintergrund schon zu erkennen. Fügt sich aber gut ein und dominiert nicht das ganze Gericht. Es ist mal eine andere Note, die man nicht sofort einordnen kann, die aber für Abwechslung sorgt und nicht, wie man es sonst von diesem garstigen Kraut gewohnt ist, sofort das komplette Essen verdirbt. Kann man schon essen. Ansonsten schmeckt man gut die Habaneros heraus, die aber vor allem ihren fruchtigen Geschmack beisteuern und nicht ihre extreme Schärfe. Die Gemüsestückchen sind auch schön groß und bieten noch mal andere Texturen beim Kauen, der riesige Gamechanger sind sie jetzt allerdings auch nicht. Insgesamt ist es okay, aber für mich die bisher am wenigsten überzeugende Buldak-Sorte.



Sam’s Meinung: Ich hatte mir die Buldak Habanero Lime im Fünferpack bei Amazon gekauft, als sie im Angebot waren. Die erste Portion war geschmacklich etwas gewöhnungsbedürftig. Mit so viel Süße hatte ich nicht gerechnet, und auch die Konsistenz der Soße weicht spürbar von den üblichen Samyang‑Sorten ab. Mir haben die Ramen dann aber mit jeder Portion besser geschmeckt – wahrscheinlich, weil ich nach dem ersten Probeessen wusste, was mich erwartet und nicht mehr ganz so überrascht war.
Vom Schärfegrad hätte ich mir deutlich mehr erwartet. Mit frischen Habaneros ist das nicht zu vergleichen, aber immerhin auch nicht so lasch wie viele „Spicy“‑Instantnudeln, die am Ende gar nichts draufhaben. Dass hier Ketchup verwendet wurde, merkt man sofort an der bereits erwähnten Süße. Ketchup ist ohnehin ein guter Tipp, wenn man seine Ramen etwas fruchtiger gestalten möchte. Zusammen mit der Säure der Limette ist das Gericht eine interessante Kombination. Das Beutelchen mit dem extra Gemüse kennt man sonst von Samyang gar nicht und ist eine nette Dreingabe. Wenn die Habanero Lime Sorte mal wieder im Angebot ist, werde ich zuschlagen, ansonsten bleibe ich lieber bei den 2x Spicy. Unterm Strich bleibt scharf und würzig mein Favorit.
Tipps zum Pimpen
Aufgemotzt habe ich die Ramen heute mal mit fruchtig-scharf marinierten Tiefkühl-Shrimpselchen, die ich kurz in der Pfanne gegart habe. Dazu natürlich die unverzichtbaren Lauchzwiebeln (ein Ramengericht ohne Lauchzwiebeln ist kein richtiges Ramengericht!), ein gekochtes Ei und zwecks Verschärfung des Geschmacks und der Optik noch eine kleine Chili. Das war’s.






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